Niu MQi GT: Mehr Elektroroller zu diesem Preis geht nicht

Günstig kann nicht nur gut sein, sondern sogar besser als deutlich teurere Alternativen. Das beweist der Elektroroller von Niu aus China.

Ein Test von Peter Ilg und veröffentlicht am
Der Niu MQi GT ist ein guter E-Roller zu einem sehr günstigen Preis.
Der Niu MQi GT ist ein guter E-Roller zu einem sehr günstigen Preis. (Bild: Niu)

Die Hersteller elektrischer Scooter rollen den Markt von hinten auf. Die bekannten Roller-Marken Vespa und Schwalbe haben zuerst vor etwa drei Jahren kleine Fahrzeuge mit maximalen Höchstgeschwindigkeiten von 45 km/h auf den Markt gebracht und eineinhalb Jahre später schnellere Roller mit 70 km/h nachgeschoben. Jetzt hat auch der chinesische Produzent Niu mit einem flotteren Roller reagiert. Zu einem sensationellen Preis: Mit 3.400 Euro ist der MQi GT nicht einmal halb so teuer wie die beiden Wettbewerber. Hat das Abstriche bei der Technik zur Folge?

Golem.de hat sich beide Varianten des MQi GT angeschaut. Das Moped ist entweder mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h oder 70 km/h erhältlich. Für die 70er-Version ist ein Führerschein der Klasse A1 oder ein Motorradführerschein notwendig; die 45er kann auch mit einem B-Führerschein gefahren werden. Wir haben die Modelle getestet und finden beide sehr gut - allerdings sollten Nutzer bei den möglichen Einsatzzwecken die Maximalgeschwindigkeiten beachten.

Niu ist ein nicht mehr ganz so junges Start-up für Elektro-Scooter, das 2015 in der chinesischen Hauptstadt Peking gegründet wurde. Die Firma gibt auf ihrer Homepage aktuell an, dass bislang fast 700.000 Fahrzeuge verkauft wurden. Diese haben mehr als 8 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Das sind für europäische Verhältnisse gigantische Größen, aber Asien ist der größte Zweiradmarkt der Welt. Scooter sind dort die flinken Ameisen auf permanent verstopften Straßen.

  • Der Elektroroller Niu MQi GT ist mit 3.400 Euro sehr günstig für sein Segment. (Foto: Peter Ilg)
  • Über dem Licht steht der Herstellername Niu, was übersetzt Stier bedeutet. (Foto: Peter Ilg)
  • Das Moped ist entweder mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h oder 70 km/h erhältlich. (Foto: Peter Ilg)
  • Der Roller sieht schick aus, ohne Ecken und Kanten, mit glattem Design. (Foto: Peter Ilg)
  • Für Unbehagen sorgen die viel zu kurzen Rückspiegel, mit denen man zwar die eigenen Schultern prächtig im Blick hat, sonst aber nichts von hinten sieht. (Foto: Peter Ilg)
  • Die Fahrdaten und andere Informationen werden in einem fast lenkerbreiten LC-Display angezeigt, darunter auch der Akkustand. (Foto: Peter Ilg)
  • Die Schalthebel links sind unter anderem für Licht und Blinker, ... (Foto: Peter Ilg)
  • ... rechts lassen sich unter anderem die drei Fahrmodi einstellen. (Foto: Peter Ilg)
  • Einen Schlüssel braucht der Roller nur zum Verriegeln des Lenkradschlosses und zum Entriegeln der Sitzbank. (Foto: Peter Ilg)
  • Die 45-km/h-Version des MQi GT entspricht optisch und technisch exakt der großen Variante, die Drosselung ist ausschließlich per Software umgesetzt. (Foto: Peter Ilg)
  • Angetrieben wird der Roller von einem Radnabenmotor von Bosch mit einer Dauerleistung von 3.100 Watt. (Foto: Peter Ilg)
  • Beide Akkus können aus dem Stauraum entnommen und zum Laden mit in die Wohnung genommen werden. (Foto: Peter Ilg)
  • Beide Akkus können mittels eines Adapters an der Haushaltssteckdose parallel geladen werden. (Foto: Peter Ilg)
  • Das Ladegerät so laut wie eine leise Waschmaschine und mit um die 10 kg ein kleines Kraftwerk, das zum Laden immer gebraucht wird. (Foto: Peter Ilg)
  • Mehr als Geldbörse und Handy passen nicht mehr neben die Akkus. (Foto: Peter Ilg)
  • Der MQi GT von Niu ist ein sehr gut verarbeiteter, leistungsstarker E-Roller mit guter Reichweite ... (Foto: Peter Ilg)
  • ... und einer langen Sitzbank. (Foto: Niu)
Der Elektroroller Niu MQi GT ist mit 3.400 Euro sehr günstig für sein Segment. (Foto: Peter Ilg)

Der MQi GT liegt im mittleren von drei Produktsegmenten von Niu. Der Roller sieht schick aus, ohne Ecken und Kanten, mit glattem Design. Die Optik wirkt wie faltenfrei gebügelt. Beeindruckend strahlt das vordere Licht wie ein einziges Auge. Darüber steht der Herstellername Niu, was übersetzt Stier bedeutet. Mit seinem leichten Auftritt passt der Name nicht wirklich zu diesem schweren Tier: Der Roller wiegt in beiden Varianten 115 kg inklusive Batterien, die maximale Zuladung gibt der Hersteller mit 160 kg an.

Viel zu kurze Rückspiegel

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Die Sitzbank des Rollers ist breit und lang, laut Hersteller 30 Prozent länger als bei der N-Serie, und bietet daher bequem auch Platz für zwei. Darauf geht's los zur ausgiebigen ersten Testfahrt. Die findet mit der schnelleren Variante überwiegend auf Landstraßen statt.

Einen Schlüssel braucht der Roller nur zum Verriegeln des Lenkradschlosses und zum Entriegeln der Sitzbank. Ein- und ausgeschaltet sowie elektronisch diebstahlgesichert wird der MQi GT durch Drücken am Schlüssel. Die Ausführung der Befehle quittiert das Fahrzeug mit optischen und akustischen Signalen: Es hupt und blinkt zur Bestätigung. Das verschafft ein gutes, weil beruhigendes Gefühl.

Für Unbehagen sorgen die viel zu kurzen Rückspiegel, mit denen man zwar die eigenen Schultern prächtig im Blick hat, sonst aber nichts von hinten sieht. Hier kann es sich lohnen, nachträglich neue Spiegel zu montieren.

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Elektromobilität: Grundlagen und Praxis
Niu MQi GT mit 70 km/h beschleunigt eher sanft 
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x2k 13. Jan 2022

Die Qualität ist jetzt nicht so geil. Man muss aber vorher festlegen was für Kriterien...

juxtaposed 14. Mai 2021

Ich würde mir den allerdings nicht nochmal kaufen, der akku entlädt sich von selbst viel...

HerrHerger 11. Mai 2021

Jeder hat anderen Bedarf und die Dinger entwickeln sich rasant weiter. Ich musste für...

Weyland Yutani 10. Mai 2021

Richtig erkannt.



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