Verfügbarkeit und Fazit

Dass es sich bei dem Nitropad um ein Gebrauchtgerät handelt, ist unschwer an einigen kleineren Kratzern auf dem Gehäuse zu erkennen. Auch der Akku sitzt in unserem Testgerät nicht perfekt. Zudem wurde die Tastatur erst mit relativ unscheinbaren Klebern zu einer QWERTZ-Tastatur. Die Gebrauchsspuren und ein improvisierter Festplatten-Caddy haben den Charme eines Bastelprojektes, nur dass man nicht selbst mit einer Klammer und einem SPI-Flash-Programmer den Bios-Chip flashen muss.

Die Nitropad-Variationen

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Das Nitropad X230 ist seit dem 7. Januar erhältlich. In den bereits besprochenen Prozessoren steckt zusätzlich der Grafikchip Intel HD Graphics 4000. Die Bildschirmdiagonale des Nitropads X230 umfasst 12,5 Zoll bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Im Shop von Nitrokey können zwischen verschiedenen Konfigurationen des Nitropads gewählt werden. Neben dem i5- oder i7-Prozessor stehen auch 4, 8 oder 16 GByte RAM, eine 320 GByte Festplatte oder eine SSD mit 128 oder 256 GByte zur Wahl. Zum Lieferumfang gehört auch ein Nitrokey Pro. Gegen Aufpreis kann ein Nitrokey Storage mit 16, 32 oder 64 GByte Speicher bestellt werden.

In unserem Test-Modell sind der i7-Prozessor, 16 GByte RAM sowie eine 240 GByte SSD von Kingston verbaut. In dieser Konfiguration würde der Laptop 785 Euro kosten. In der günstigsten Variante (i5, 4 GByte RAM, 320 GByte Festplatte) kostet das Nitropad 450 Euro. Hinzu kommen 6 Euro für den Versand in Deutschland beziehungsweise 8 Euro für den weltweiten Versand. Die Lieferzeit beträgt laut Nitrokey 2 bis 10 Tage.

  • Nitropad X230 mit Nitrokey Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ist der Nitrokey nicht eingesteckt, gibt es eine Warnung - starten lässt es sich auch ohne Key. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nitrokey blinkt grün: Alles ist in Ordnung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Boot-Menü von Heads ist schlicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Optionsmenü von Heads. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Verified Boot: Unser Ubuntu wird beim Start mit dem Nitrokey überprüft. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ubuntu will ein Passwort um unsere Daten und Software zu entschlüsseln. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nach dem Anlegen eines Benutzerkontos begrüßt uns Ubuntu 18.04 LTS mit Gnome 3.28. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Trotz seines Alters bringt der Dual-Core-Prozessor mit dem M-Suffix noch eine solide Leistung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Heads warnt vor Veränderungen auf der Boot-Partition - beispielsweise nache einem Angriff oder einem Update. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Nach einem Update der Dateien auf der Boot-Partitionen müssen neue Hashes erzeugt werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Y-Taste auf der deutschen Tastatur führt zum Z und damit zum Abbruch des Signiervorganges. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Trotz seines Alters bringt der Dual-Core-Prozessor mit dem M-Suffix noch eine solide Leistung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Für das X230 gibt es verschiedene Dockingstationen von Lenovo, die ebenfalls gebraucht erworben werden können und bereits ab 15 Euro erhältlich sind. Wir haben das Nitropad mit einer Dockingstation getestet: Die freie Firmware kam problemlos mit der Dockingstation und ihren Anschlüssen klar. Laden, LAN, Audio oder USB3 - alles funktionierte.

Fazit

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Abgesehen von Systemupdates bekommen wir im Alltag von den zentralen Sicherheitskomponenten Heads und Coreboot nichts mit. Der Rechner bootet schnell, mit Ubuntu kann normal gearbeitet werden. Der einzige Unterschied besteht darin, das der Bootprozess weitgehend mit freier Software realisiert wird. Die Überpüfung des Bootvorgangs mittels des Nitrokeys überzeugt nicht nur sicherheitstechnisch, sie ist auch leicht zu bedienen: Die grün oder rot blinkende LED verrät auf einen Blick, ob alles in Ordnung ist oder obVeränderungen an der Software vorgenommen wurden. Nur im Falle eines Betriebssystem-Updates werden wir jenseits der blinkenden LED mit Sicherheitsfunktionen konfrontiert. Wir müssen die Boot-Partition neu signieren sowie im Falle eines Kernel-Updates den zu bootenden Kernel auswählen. Letzteres kann im Alltag zwar etwas nerven, ist die Sicherheitsfunktion jedoch allemal wert.

Ansonsten hat sich das Nitropad in unserem Test bewährt. Die Leistung sollte jenseits von gehobenen Ansprüchen wie Bild- oder Videobearbeitung für den Surf-, Office- oder Admin-Alltag völlig ausreichen. Wem das Projekt zu viel Bastelcharakter hat, der kann auf ein deutlich teureres Gerät von Purism ausweichen, das mit der gleichen Boottechnik ausgerüstet ist. Nachhaltiger und preisgünstiger sind die Geräte von Nitrokey.

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 Was das Nitropad sicher macht
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cpt.dirk 24. Feb 2020

Aufgrund der Sicherheitsprobleme mit Intel würde ich mir derzeit keinen Rechner mit...

cpt.dirk 24. Feb 2020

Wenn dir das nicht behagt, kannst du dir ein Librem von puri.sm besorgen - da hast du...

Neuro-Chef 17. Feb 2020

Und das genau wegen der guten Coreboot-Unterstützung, mir ist nach Basteln. Im Moment...

Schattenwerk 14. Feb 2020

Und das ist nun Problem vom Projekt? Das schöne ist doch, dass man es nun überhaupt...



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