Nintendo: Wii U verdirbt Mario die Stimmung

Die Verkaufszahlen für die Wii U haben sich zuletzt fast verdoppelt - aber sie befinden sich immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Auffällig ist der fast schon resignative Tonfall in einer aktuellen Investorenmitteilung von Nintendo.

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Nintendo-Maskottchen Mario
Nintendo-Maskottchen Mario (Bild: Nintendo)

Rund 460.000 Wii U hat Nintendo in den ersten sechs Monaten des bis Ende September 2013 laufenden Geschäftsjahres verkauft. Der japanische Konzern hatte bereits gesagt, dass er in den ersten drei Monaten rund 160.000 Wii U abgesetzt habe - also sind die 300.000 Geräte in den zweiten drei Monaten auf den ersten Blick ein Erfolg.

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Von Jubel dürfte Nintendo trotzdem meilenweit entfernt sein. Im Grunde stellen die Zahlen für das Management um Firmenchef Saturo Iwata ein Desaster dar. Der bessere Absatz ist weit unterhalb der Erwartungen, außerdem dürfte der Hauptgrund eine Preissenkung in den USA und Europa sein - solche Aktionen lassen sich aber nicht beliebig wiederholen, zumal Nintendo mit dem Verkauf der Hardware der Wii U bereits jetzt Geld verliert.

Die bis März 2014 nach wie vor angepeilte Marke von neun Millionen verkauften Wii U dürfte unerreichbar sein - zumal der Absatz der Wii U in den kommenden Monaten, wenn die Playstation 4 und die Xbox One auf den Markt kommen, eher noch weiter unter Druck geraten dürfte. Bislang hat Nintendo von seiner Ende 2012 veröffentlichten Wii U weltweit um die 3,91 Millionen Einheiten verkauft, einen Großteil wohl direkt nach dem Start an Nintendo-Fans.

Auffällig in der Mitteilung über die aktuellen Geschäftsergebnisse ist der fast schon resignative Tonfall. So verwendet Nintendo im Zusammenhang mit geplanten Marketingaktionen für die Wii U mehrmals Formulierungen wie "wir versuchen" oder "wir probieren aus". Das Wort "Zuversicht", mit dem Firmen in derartigen Dokumenten sonst fast schon penetrant um sich werfen, taucht nicht ein einziges Mal auf.

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Nintendo will unter anderem versuchen, wichtige eigene Titel möglichst früh zu veröffentlichen und verkaufsfördernde Maßnahmen aufzuziehen, bei denen die Kunden Wii Fit U kostenlos ausprobieren können; hierzulande wirbt die Firma übrigens seit kurzen mit dem Tennis-Ehepaar Steffi Graf und Andre Agassi für die Wii U.

Etwas besser lief es für die anderen Plattformen von Nintendo, etwa das 3DS, von dem inzwischen weltweit fast 35 Millionen Exemplare einen Käufer gefunden haben. Zum Vergleich: Von der Wii hat Nintendo insgesamt über 100 Millionen Exemplare verkauft, von dem Handheld DS fast 154 Millionen Stück.

Im Halbjahr hat Nintendo einen Umsatz von rund 197 Milliarden Yen (etwa 1,5 Milliarden Euro) erzielt, was gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum ein Minus von 2,2 Prozent darstellt. Dabei hat die Firma einen Nettogewinn von 600 Millionen Yen (etwa 4,4 Millionen Euro) erzielt - das ist besser als der Verlust in Höhe von knapp 28 Milliarden Yen (rund 207 Millionen Euro) im Vorjahreshalbjahr, aber noch meilenweit von alten Höchstständen entfernt.

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MrBrown 04. Nov 2013

Das könnte auch mächtig in die Hose gehen. Siehe SEGA's Dreamcast... selten hat man eine...

Replay 31. Okt 2013

Die alte Leier geht gut auf. Die Leute kaufen sich Nintendo-Kisten, um eben Nintendo...

OmegaForce 31. Okt 2013

Also gibt es mich gar nicht? Hab ich keine Ziele im Leben? Ok dann mach ich gleich den...

Replay 31. Okt 2013

Das ist nicht meine Interpretation, das ist der allgemein bekannte Grund, warum EA nichts...

forenuser 31. Okt 2013

Windows ist auch (software)-Monokultur, ebenso *nux oder OSX oder RISC OS. Aber es gibt...



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