Nintendo Switch: Reparierbarkeit laut iFixit eher schlecht

Die Reparaturspezialisten von iFixit haben nach dem Teardown der Nintendo Switch 2(öffnet im neuen Fenster) ihr Urteil zur Reparierbarkeit der Handheld-Konsole gefällt. Das fällt leider wenig erfreulich aus und ist sogar schlechter als bei der ersten Generation der Switch. Dabei sind auch Verschleißteile wie die Batterie nur mit viel Aufwand auswechselbar.
Nintendo nutzt in der Konsole wie bei Vorgängermodellen Tri-Wing-Schrauben, ein entsprechendes Bitset ist also Voraussetzung für Arbeiten an dem Gerät. Eine häufig zu erwartende Reparatur bei einem Mobilgerät ist der Tausch des Akkus. Bei der Switch 2 ist dieser sehr anspruchsvoll und braucht laut den Experten eine Menge Geduld, verschiedene Kärtchen und Hebelwerkzeuge sowie Alkohol zum Lösen des Klebers.
Auch die neuen Joycons lassen sich schwieriger auseinandernehmen als beim älteren Modell, obwohl darin die gleiche Technologie zum Einsatz kommt und somit über die Zeit mit Stick-Drift zu rechnen ist, was einen Austausch notwendig machen kann. Der Tausch gegen Modelle mit Hall-Effekt-Sensoren gestaltet sich also schwieriger, ältere Anleitungen hierzu funktionieren nicht ohne Anpassungen.
Fest verlötete Bauteile und keine Ersatzteile
Es gibt allerdings auch einfach zu tauschende Teile. Der SD-Kartenleser lässt sich einfach tauschen, ebenso die Anschlüsse für Headsets und Kopfhörer sowie die integrierten Lautsprecher. Auch die Knöpfe der Konsole sind auf separaten Platinen platziert, die lediglich verschraubt sind. SSD und USB-Anschlüsse sind jedoch fest auf dem Mainboard verlötet.
Nintendo stellte in der Vergangenheit keine Ersatzteile für die Switch zur Verfügung, Gleiches gilt für Reparaturanleitungen. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich das mit der Switch 2 ändern wird. Ersatzteile müssen daher von Drittanbietern angeboten oder gebrauchten Spender-Konsolen entnommen werden, die aus anderen Gründen nicht mehr funktionieren.



