Nintendo Switch OLED angespielt: Echt mehr Spaß mit echtem Schwarz

Nicht schneller, aber schöner können wir mit der Nintendo Switch OLED spielen - dank viel besserem Display. Es gibt weitere Optimierungen.

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Links die reguläre Nintendo Switch, rechts die neue OLED-Version
Links die reguläre Nintendo Switch, rechts die neue OLED-Version (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Wir wussten gar nicht, dass die Hauptfigur in Metroid Dread in so düsteren Umgebungen unterwegs ist - weil wir das gerade veröffentlichte Actionspiel nur auf der bislang verfügbaren Nintendo Switch mit IPS-Bildschirm gespielt haben (Test auf Golem.de). Inzwischen konnten wir den Titel auch längere Zeit auf der Switch OLED ausprobieren.

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Es ist kein Unterschied wie Tag und Nacht, sondern der Unterschied zwischen Dämmerung und Nacht: Auf der OLED sieht die Grafik dank echtem Schwarz viel schöner und stimmiger aus. Details sind besser zu erkennen, Kontraste sind stärker - dadurch wirkt das gesamte Bild auch eine Spur räumlicher.

Der Unterschied ist vor allem bei Games sichtbar und spürbar, die viel Dunkel und Schwarz bieten und die man zuvor ausgiebig auf der regulären Switch verwendet hat.

Bei hellen Titeln wie Super Mario Odyssey wirkt die Darstellung dagegen zuerst fast übertrieben bunt - dann kann man in den Konsolen-Optionen die Farbintensität von "Lebhaft" auf "Standard" umstellen.

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Angesichts von OLED finden wir die Tatsache, dass der Bildschirm auch von 6,2 Zoll auf 7 Zoll gewachsen ist, fast schon nebensächlich. Die Auflösung ist mit 1.280 x 720 Pixeln unverändert, die Pixeldichte ist sogar von 320 ppi auf 293 ppi gesunken - was uns hier überhaupt nicht stört.

All diese Verbesserungen gibt es aber nur am integrierten Bildschirm der Switch, nicht jedoch auf einem angeschlossenen TV-Bildschirm. Zwar liefert Nintendo ein 4K-fähiges neues Kabel mit, dennoch kann die Switch OLED wie die bisherige Hybridkonsole alle Inhalte nur mit 1.920 x 1.080 Pixeln bei einer Bildrate von 60 fps darstellen.

Dennoch gibt es ein paar weitere Detailverbesserungen: Das Dock enthält einen Anschluss für ein LAN-Kabel, außerdem ist die Kabelöffnung etwas runder gestaltet und die Abdeckung lässt sich vollständig entfernen.

Der Ständer auf der Rückseite des Tablet-Teils läuft über die gesamte Rückseite und ist viel stabiler - eine echte Verbesserung. Die Joy-Con wurden nicht verändert, rasten aber spürbar satter ein. Wir finden das einerseits gut, weil weniger wacklig, andererseits müssen wir zum Abziehen nun wirklich fest zugreifen und drücken dabei unbeabsichtigt fast immer eine der Tasten.

Der Schacht für die Cartridges ist etwas umständlicher zu öffnen. Das gesamte Gerät ist 3 Millimeter breiter und 20 Gramm schwerer. Nintendo hat nach eigenen Angaben neue Lautsprecher verbaut, die allerdings nur minimal besser klingen.

  • Oben der Startbildschirm von Metroid Droid auf der OLED, unten auf der normalen Switch (P. Steinlechner / Golem.de)
  • Das Display der neuen OLED (oben) ist etwas größer. (P. Steinlechner / Golem.de)
  • Der Standfuß der Switch OLED (rechts) ist viel stabiler.  (P. Steinlechner / Golem.de)
  • Im Dock der OLED ist ein Ethernet-Anschluß verbaut. (P. Steinlechner / Golem.de)
Oben der Startbildschirm von Metroid Droid auf der OLED, unten auf der normalen Switch (P. Steinlechner / Golem.de)

Bei den Anschlüssen (USB-C) und der Drahtlos-Konnektivität gibt es keine Änderungen. Immerhin: Statt wie bisher 32 GByte internem Speicher sind nun 64 GByte eingebaut, was es einfacher macht, auf zusätzliche Karten zu verzichten.

Auch bei den Akkulaufzeiten hat sich nach Angaben von Nintendo nichts geändert. Der Hersteller gibt je nach Modus und Spiel rund 4,5 bis 9 Stunden an, als typisches Beispiel werden für The Legend of Zelda: Breath of the Wild rund 4,5 Stunden genannt.

Es ist schwierig, das sinnvoll zu überprüfen, aber zumindest beim Anspielen hatten wir den Eindruck, dass diese Angaben korrekt sind. Bei der Messung der Leistungsaufnahme im Dock kommen beide auf rund 9 bis 10 Watt.

Die Nintendo Switch OLED ist in zwei Farben für rund 360 Euro erhältlich - jedenfalls theoretisch, denn momentan ist die Hybridkonsole so gut wie überall ausverkauft.

Fazit

Wer regelmäßig auf mit dem Tablet spielt, hat mit der Nintendo Switch OLED so gut wie sicher mehr Spaß als mit dem bisherigen Bildschirm - primär wegen der satteren Darstellung. Ob man dafür dann eine neue Konsole kaufen muss, ist auch bei den noch halbwegs hohen Verkaufspreisen für gebrauchte reguläre Switch keine einfache Entscheidung.

Von den restlichen Verbesserungen sticht noch der größere Speicher heraus, vor allem für Nutzer mit mittelgroßen Bibliotheken eine Verbesserung. Dazu kommt der Ständer, der wirklich viel mehr Halt bietet. Aber das sollte nun wirklich kein Grund sein, eine neue Switch zu kaufen - es gibt mehr als genug andere Möglichkeiten, die Konsole stabil aufzustellen.

Auch wenn die Neuerungen willkommen sind: Wir hätten uns gewünscht, dass eine neue Switch auch einen neuen Prozessor bekommt und 4K beherrscht oder anspruchsvolle Spiele dank größerer Leistungsreserven weniger ruckeln.

Irgendwann dürft es für Nintendo schwierig werden, mit der aktuellen Hardware im Wettbewerb zwischen regulären Smartphones und Tablets auf der einen und den viel stärkeren Konsolen der Konkurrenz zu bestehen.

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Dwalinn 15. Okt 2021 / Themenstart

Genau so ist es. Allein der Sprung zu mehr FPS benötigt quasi Null Aufwand für Entwickler...

Valanx 14. Okt 2021 / Themenstart

Wie gesagt ein Mausersatz ist ja am Start. Ich spiele zb. auch CK, Civ und Anno ohne eine...

Dwalinn 14. Okt 2021 / Themenstart

2019 2019 Crosstitel Zeitexclusiv Crosstitel Ich will ja garnicht sagen das die Switch...

Garius 14. Okt 2021 / Themenstart

"Viele andere auch"? Ist das sowas wie psychologische Selbstüberzeugung des eigenen...

mnementh 13. Okt 2021 / Themenstart

WiiU war die Konsole, bei der sich Nintendo auf Drittanbieter verlassen hat. Nintendo's...

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