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Nintendo Switch: Joy-Con-Drift führt zu Klage und zu offiziellem Statement

Einige Controller der Nintendo Switch haben ein Problem: Die Analogsticks wandern. Nun wurde das Unternehmen in den USA verklagt. In einer Stellungnahme verweist Nintendo nüchtern auf den eigenen Support.
/ Jan Bojaryn
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Nintendo Joy-Con (Bild: Nintendo)
Nintendo Joy-Con Bild: Nintendo

Der sogenannte Drift der Nintendo Joy-Cons oder das "Wandern" der Analogsticks mag lustig klingen, für Besitzer der Nintendo Switch ist das Problem aber ärgerlich: Bei einigen Geräten registriert der Analogstick Eingaben, wo keine sind. Besonders kritisch kann sich der Defekt bei Titeln auswirken, die kleine Eingabefehler bestrafen – etwa dem neuen, sehr populären Mario Maker 2. Wir haben noch vor wenigen Tagen über das Problem berichtet .

Nun hat die US-amerikanische Anwaltskanzlei Chimicles Schwartz Kriner & Donaldson-Smith LLP (CSK&DS) eine Sammelklage gegen Nintendo erhoben(öffnet im neuen Fenster) . Vorgeworfen wird dem Konzern, die Joysticks im Joy-Con seien defekt und das führe zum "Driften" .

Zu der Klage hat sich Nintendo in den Tagen nach dem Bekanntwerden noch nicht geäußert. Aber der Konzern hat jetzt eine Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) an verschiedene Spieleseiten herausgegeben. Man sei sich "bewusst, dass einige Joy-Con-Controller nicht richtig reagieren" , schreibt der Konzern. Dann werden betroffene Nutzer einfach auf die Support-Webseite des Herstellers verwiesen. Immerhin besitzt die US-Version des Nintendo-Supports bereits eine Webseite, die explizit auf den Joy-Con-Drift eingeht. Die Seite hat durchaus einige relevante Tipps(öffnet im neuen Fenster) : Nutzer sollen ihre Controller erst einmal kalibrieren, sicherstellen, dass Systemsoftware und Firmware aktualisiert sind, und dass das Problem nicht nur bei bestimmten Spielen auftritt. Wenn all das nicht hilft, dann müssen die Controller allerdings eingeschickt werden.

Nachtrag vom 24. Juli 2019, 10:58 Uhr

Spielejournalist Patrick Klepek von Vice Games(öffnet im neuen Fenster) meldet, dass Nintendo kaputte Joy-Cons jetzt kostenlos repariert, unabhängig von Kaufnachweis und Garantiestatus. Er zitiert aus einer Memo, die sich an Support-Mitarbeiter des Konzerns richtet. Klepek gilt in der Branche als gut vernetzt und glaubwürdig. Ob die neue Richtlinie nur in den USA gilt oder auch in Deutschland, geht aus der Meldung nicht hervor.


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