Nintendo: Switch erscheint am 3. März
Auf einer Präsentation in Tokio hat Nintendo(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben, dass Switch weltweit am 3. März 2017 erhältlich sein wird. Der offizielle US-Preis liegt bei 300 US-Dollar – da kommen aber noch die Steuern hinzu. Hierzulande ist Switch bei Händlern wie Amazon und Gamestop für rund 330 Euro vorbestellbar. Die Hybridkonsole soll ohne Regionalsperre (Region Lock) erscheinen, so dass Spieler ihre Daddelware überall auf der Welt kaufen können. Allerdings hat Nintendo die kleine Einschränkung gemacht, dass die Spiele "im Allgemeinen" ungesperrt sind. In Einzelfällen könnte das also auch mal anders sein.

Das Gerät wird in zwei Versionen zum gleichen Preis erscheinen. Zum einen mit zwei grauen Joy-Cons – so heißen die seitlich angebrachten Eingabeflächen. Und zum anderen mit je einem hellroten und hellblauen Joy-Con. In der Verpackung befinden sich außerdem das kapazitive Multi-Touchscreen-Teil – die eigentliche Konsole – und das Dock für den Normalbetrieb am heimischen TV-Gerät. Dazu kommt eine Halterung, in der die Eingabegeräte zu Hause verwendet werden können, sowie ein Netzteil, ein HDMI-Kabel und zwei Halteschlaufen. Ein Pro-Controller im klassischen Design wird separat angeboten.

Am linken Joy-Con befindet sich ein Aufnahmeknopf, der es den Spielern ganz einfach ermöglicht, Screenshots beim Spielen zu machen, die sie dann über die sozialen Netzwerke mit ihren Freunden teilen können. Der rechte Joy-Con verfügt über eine NFC-Schnittstelle für den Datenaustausch mit Amiibo-Figuren sowie über eine Infrarot-Bewegungskamera. In dafür entwickelten Spielen registriert diese Kamera die Entfernung, die Umrisse und die Bewegungen naher Objekte, so Nintendo. Sie soll etwa feststellen können, wie weit die Hand des Spielers vom Controller entfernt ist und ob sie etwa den Umriss von Stein, Schere oder Papier formt. In beiden Joy-Con ist zudem eine HD-Vibration integriert.
Zu Hause sollen sich bis zu acht Konsolen über die eingebaute kabellose Netzwerkfunktion verbinden lassen; dank eingebauter Aufsteller können die Spieler sie übrigens überall aufrecht vor sich hinstellen und sich dann auch ohne TV-Verbindung mit Hilfe der Joy-Con gemeinsam ins Vergnügen stürzen.

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung von Switch soll ein neues Onlinenetzwerk starten. Das wird die ersten Monate – im Testbetrieb – kostenlos verfügbar sein und mindestens die gängigen Funktionen wie Multiplayer, Matchmaking und so weiter bieten. Im Herbst 2017 wird das Ganze dann kostenpflichtig. Preise hat Nintendo dafür noch nicht bekanntgegeben.
Außerdem hat der Hersteller angekündigt, im Laufe des Jahres eine App für Smartphone und Tablets herausbringen zu wollen, die sich über das Internet mit Nintendo Switch verbindet und dafür sorgt, dass die Spieler untereinander chatten können, während sie gemeinsam einen mit dieser App kompatiblen Titel spielen. Details hierzu soll es ebenfalls erst später geben.

Zur Hardware hat die Firma ebenfalls keine wesentlichen neuen Informationen veröffentlicht. Das interessanteste Detail: Das Mobilteil soll je nach Spiel mit einer Akkuladung zwischen 2,5 und 6 Stunden durchhalten. Diese enorme Bandbreite dürfte in erster Linie von der jeweiligen Auslastung der Prozessoren und der Helligkeit abhängig sein.
Nintendo sagt, dass etwa The Legend of Zelda mit voll geladenem Akku rund drei Stunden lang spielbar sein wird. Bei den Details der von Nvidia zugelieferten Tegra-Chips gehen wir zumindest vorerst weiter davon aus, dass frühere und ziemlich glaubwürdige Meldungen über die Hardware korrekt sind.
Die vielleicht wichtigste Frage zu Switch hat Nintendo erst ganz am Schluss seiner Präsentation geklärt: Das in einer offenen Welt angesiedelte Rollenspiel The Legend of Zelda – Breath of the Wild wird gleich zum Start der Konsole erhältlich sein. Der vermutlich wichtigste Systemseller für die nächste Monate ist damit vom Start weg verfügbar, was den Abverkäufen vermutlich sehr helfen wird.
Neues Jump-and-Run mit Super Mario
Das Spiel kommt auch für die Wii U auf den Markt, und zwar ebenfalls am 3. März. Gleichzeitig erscheinen ein Zelda- und ein Bokoblin-Amiibo. Um welche Eigenschaften die das Spiel anreichern, will Nintendo erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Ebenfalls am Starttag der Konsole wird das Partyspiel 1-2-Switch erscheinen. Das läuft nicht über den Fernseher, sondern über den Touchscreen. Spieler müssen sich mit Lassos fangen, den Tanzstil ihrer Kumpels nachzuahmen versuchen oder ähnliche Sachen machen. Ubisoft hat für den Starttag außerdem ein speziell angepasstes Just Dance angekündigt, Activision ein Skylanders mit dem Untertitel Imaginators. Für das Frühjahr 2017 hat außerdem Nintendo selbst ein Multiplayer-Kampfsportspiel namens Arms versprochen.
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Die wichtigste Neuvorstellung der Präsentation war Super Mario Odyssey – für das übrigens Yoshiaki Koizumi zuständig ist, der gleichzeitig für die Switch-Hardware verantwortlich war. Odyssey schickt Mario in frei zugängliche Welten, darunter eine Art New York. Eine Neuerung gegenüber früheren Titeln ist, dass seine Mütze irgendwie lebt – aber was das konkret für Auswirkungen hat, ist noch nicht ganz klar geworden.
In jedem Fall kann der Spieler als Mario die Mütze wie ein Frisbee schleudern: In einer Szene war zu sehen, wie er sie so wirft, dass er dann in einer Straßenschlucht auf sie springen und von dort aus weiterkommen kann. Zwischen den Welten reist Mario übrigens per Zeppelin hin und her. Das Spiel soll erst Ende 2017 erscheinen, bis dahin dürfte es noch weitere Information über die interessant wirkende Jump-and-Run-Orgie geben.

Bereits am 28. April 2017 erscheint Mario Kart 8 Deluxe. Bis zu acht Freunde können über die lokale, kabellose Verbindung gegeneinander antreten. Die beliebtesten Pisten und Helden aus der Wii-U-Version sind mit von der Partie, dazu kommen alle bislang verfügbaren Download-Rennstrecken und -Charaktere sowie neue Kart-Piloten wie der Inkling-Junge und das Inkling-Mädchen aus Splatoon, König Buu Huu, Knochentrocken und Bowser Jr. Darüber hinaus wurde der Schlachtmodus generalüberholt, der die Ballonschlacht und den Bob-omb-Wurf umfasst. Außerdem gibt es neue Rennstrecken, etwa eine Dekabahnstation. Spieler können ihr Kart nun mit zwei Items auf einmal beladen. Neu dabei sind Buu Huu, der Geist, der anderen Spielern ihre Items mopst, oder die Feder, die im Schlachtmodus für besonders hohe Sprünge sorgt.
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Für Sommer 2017 ist Splatoon 2 angekündigt. Wieder gibt es Farbschlachten zwischen zwei Teams mit jeweils bis zu vier Mitgliedern. Neben neuen Levels und Outfits soll es auch eine verbesserte Bewegungssteuerung geben. Splatoon 2 unterstützt sowohl lokale als auch online ausgetragene Multiplayermatches.
Ebenfalls Ende des Jahres wird es ein speziell für Switch angepasstes Fifa geben, das Patrick Söderlund von Electronic Arts in Tokio selbst angekündigt hat – ohne allerdings weitere Details zu verraten. Ein anderes westliches Spiel ist der Klassiker The Elder Scrolls: Skyrim von Bethesda. Immerhin wäre es die erste tragbare Version des Rollenspiels. Unklar ist, ob auf der Switch die grafisch verbesserte Enhanced Edition erscheint oder die Ursprungsfassung von 2011. Ein Datum hat Nintendo noch nicht genannt.
Auf der Präsentation hat Nintendo weitere Spiele von anderen Firmen mehr oder weniger kurz vorgestellt, die meisten befinden sich in einem sehr frühen Stadium. So wird es irgendwann ein Xenoblade 2 geben, und Square Enix hat unter anderem ein Final Fantasy in der Entwicklung. Sega hat ebenfalls Unterstützung für Switch angekündigt wie Microsoft mit einer speziell angepassten Version von Minecraft. Wann diese Titel erscheinen, ist noch nicht bekannt.
Nachtrag vom 13. Januar 2017, 11:40 Uhr
Wie haben die Meldung um den Preis ergänzt, für den Switch in Deutschland bei Amazon, Gamestop und einer Reihe weiterer Händler vorbestellbar ist. Die genannten 330 Euro sind keine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von Nintendo – die Firma gibt nämlich schon seit Jahren im Euro-Raum keine Preise für ihre Produkte an.
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