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Nintendo: Onlinedienst Miiverse wird abgestellt

Im November 2017 will Nintendo seinen vor allem für die Wii U gedachten Onlinedienst Miiverse einstellen. Spieler können dann in erster Linie über Nintendo Switch Online in Kontakt treten – allerdings startet der Service in vollem Umfang erst 2018.
/ Peter Steinlechner
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Artwork des Miiverse von Nintendo. (Bild: Nintendo)
Artwork des Miiverse von Nintendo. Bild: Nintendo

Nintendo will am 8. November 2017 seinen Onlinedienst Miiverse abschalten. Überraschend kommt das nicht: Miiverse ist zwar auch per Smartphone und über den Browser am PC verfügbar, aber in erster Linie an das Nintendo 3DS und die erfolglose Konsole Wii U gekoppelt. Spieler können dort wie in einem sozialen Netz in Kontakt treten, Screenshots austauschen und mehr. Allerdings soll es auch nach dem 8. November noch möglich sein, Levels für Super Mario Maker auszutauschen. Wie genau das funktioniere, hat Nintendo in der japanischen Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) über das Aus für Miiverse noch nicht erklärt.

Wii U – Trailer (Nintendo Network, Miiverse, Browser)
Wii U – Trailer (Nintendo Network, Miiverse, Browser) (14:22)

Der Dienst soll mittelfristig von Nintendo Switch Online abgelöst werden. Dieser ist bereits in einer stark eingeschränkten Vorabversion verfügbar, die nur von Spielern von Splatoon 2 sinnvoll verwendet werden kann – etwa mit Statistiken und einem Chatsystem. Nintendo Switch Online soll erst 2018 vollständig an den Start gehen und wird Geld kosten. 20 US-Dollar wollen die Japaner für den Service verlangen, sofern ein Jahresabo abgeschlossen wird. Die monatliche Mitgliedschaft kostet 4 US-Dollar, drei Monate sind für 8 US-Dollar zu haben.

Der Onlinedienst ist derzeit vor allem in Japan aber das kleinste Problem von Spielern, die sich für Nintendo interessieren: In dem Land soll es zuletzt immer schwieriger geworden sein, überhaupt eine Switch zu bekommen. In vielen Läden ist das Gerät ausverkauft, die wenigen verfügbaren Exemplare werden oft von Händlern verlost. In den kommenden Wochen könnte sich die Lage laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) sogar noch verschärfen.

Nintendo Switch – Test
Nintendo Switch – Test (04:15)

Weil viele Zulieferfirmen wegen des Weihnachtsgeschäfts und der Produktion der nächsten iPhone-Modelle von Apple stark ausgelastet sein werden, wird es Nintendo wohl noch schwerer fallen, ausreichend große Stückzahlen der Switch produzieren zu lassen. Hierzulande gibt es das Problem nicht: Die Switch ist fast überall in den beiden wichtigsten Farbvarianten ohne Wartezeit lieferbar.


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