Nintendo: Offenbar ROM von Pokémon Karmesin im Netz
Kurz vor dem Start auf Nintendo Switch soll Pokémon Karmesin geleakt sein. Angeblich ist die Version sogar auf dem Steam Deck spielbar.
Die beiden Computerspiele Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur gelten im Jahresendgeschäft als die wichtigsten Neuheiten für die Nintendo Switch. Nun gibt es Berichte, dass eine sogenannte XCI ROM von Karmesin im Netz als Download verfügbar ist.
Sprich: Mit ein wenig technischem Verständnis sollen Spieler die Dateien herunterladen und Karmesin auf einer gehackten Nintendo Switch verwenden können - vor dem offiziellen Start am 18. November 2022 und vor allem, ohne dafür zu bezahlen.
Es gibt auch Berichte in Foren und sozialen Netzwerken, dass Karmesin per Emulator auf Rechnern mit Windows-PC und sogar auf dem Steam Deck läuft. Allerdings soll es dabei Abstürze und andere technische Probleme geben.
Auch Purpur soll bereits in die Hände von Spielern gekommen sein. Allerdings handelt es sich dabei nach aktuellem Informationsstand um Verkaufsversionen, die Händler schon vorab an Kunden abgegeben haben. Dennoch müssen Fans wohl aufpassen, nicht ungewollte über Spoiler zu stolpern.
In den letzten Monaten gab es immer wieder Berichte, dass Spiele für die Nintendo Switch vorab als ROM ins Netz gelangt sind, darunter gerade erst Sonic Frontiers von Sega. Allerdings ist Pokémon Karmesin aus kommerzieller Sicht ein noch wesentlich wichtigeres Spiel, außerdem ist Nintendo am Hersteller The Pokémon Company beteiligt.
Haftstrafen für Team Xecuter
Die Anfang 2017 veröffentlichte Nintendo Switch, von der laut Hersteller bis Ende September 2022 mehr als 114 Millionen Exemplare verkauft wurden, kämpft schon länger mit Hacks. Für besondere Schlagzeilen sorgte Ende 2021 ein Hacker, der mit einer Gruppe namens Team Xecuter aktiv war.
Video: Pokémon Karmesin und Pokémon Purpur - Trailer [3:55]
Er erklärte sich bereit, rund 10 Millionen US-Dollar Schadenersatz an Nintendo zu bezahlen. In einem weiteren Verfahren wurde er im Februar 2022 zu einer Haftstrafe von 40 Monaten verurteilt.