Wir sind ein Roboter

Auch das Nintendo Labo Toy-Con 02 Robo-Set hat wurde nach Hamburg gebracht, allerdings nur im Komplettzustand. Mit seinen rund zwei Dutzend Pappbögen, Schnüren, Ösen und Riemen wäre er wohl zu komplex und zeitintensiv für den Zusammenbau durch die Besucher vor Ort. Dafür erlaubt Nintendo nicht nur das Ausprobieren an ein paar Spielstationen, sondern auch einen ausgiebigen Blick in das Innere des Papprucksacks, aus dem das Modell zuvorderst besteht.

Auch beim Robo-Set spielt die Infrarotkamera eine entscheidende Rolle: Der zugehörige Joy-Con sitzt in der Mitte der hinteren Wand und scannt das Innere. Das besteht aus reichlich leerem Raum und vier Schächten, in denen reflektorbeklebte Gewichte (die ebenfalls aus Karton gebastelt werden, dafür aber überraschend schwer sind) hängen. Sie werden über Seile hochgezogen und abgelassen, die wiederum zu je zwei Handstücken und Fußschlaufen führen.

Die Übertragung der Bewegung des Spielers auf die Bildschirm-Action gelingt erstaunlich gut und sorgt für viel Spaß und Schweiß. In der Rolle eines gewaltigen Roboters stapft der Rucksackträger auf der Stelle tretend durch die Straßen und schwingt mit ausladenden Bewegungen die Arme, um Gegner und Gebäude zu zerdeppern. Auch in die Hocke kann er gehen, um sich in Transformers-Manier in ein futuristisches, bewaffnetes Fahrzeug zu verwandeln.

Joy-Con Nr. 2 steckt seitlich im zweiten Bausatz des Robo-Sets: ein Visier aus Pappe, das mittels Stirnband am Kopf befestigt wird. Ist es nach oben gerichtet, findet die Action in Third-Person-Perspektive statt, klappt der Spieler sich das Visier, das nicht mehr ist als ein Rahmen aus Pappe, vors Gesicht, wird in eine ebenfalls umrahmte Ego-Perspektive umgeschaltet.

Ab in die Werkstatt

Wie die anderen Toy-Con-Produkte fasziniert der Robo-Rucksack mit seiner durchdachten Bauweise, und er erscheint auch recht stabil. Wie widerstandsfähig die Pappe aber im Dauer- und Kindereinsatz ist, muss die Praxis zeigen. Der möglichen Problematik ist sich Nintendo jedenfalls bewusst: Im Entdecken-Menü der Labo-Software sind bereits Tipps zur Reparatur vorgesehen, außerdem soll ein Ersatzteil-Service eingerichtet werden, wie uns eine Pressevertreterin mitteilt.

  • Simple Gestecke mit viel Liebe zum Detail beim Haus von Nintendo Labo (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Das RC-Auto kann simpel, süß oder verschreckend aussehen. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Bei der Nintendo Labo Garage können Spieler einfach bis dezent komplex programmieren. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Wir drehen erste Runden mit dem ferngesteuerten Auto. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Die animierten Runden mit dem Labo-Roboter-Rucksack sind im Video im Artikel zu sehen. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Die Angel ist zwar leicht, aber solide. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Es gibt viele Fische zu fangen. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Auf dem Event waren Presse, Influencer und ausgewählte Familien geladen. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Das Klavier von innen ... (Bild: Stephan Freundorfer)
  • und von außen (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Die Pappe machte einen stabilen Eindruck. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Die Rennen mit dem Motorrad waren eher langweilig. (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Ein Parcour für die ferngesteuerten Autos (Bild: Stephan Freundorfer)
  • Der Roboter-Rucksack von innen (Bild: Stephan Freundorfer)
Bei der Nintendo Labo Garage können Spieler einfach bis dezent komplex programmieren. (Bild: Stephan Freundorfer)

Der Entdecken-Bildschirm liefert dem Nutzer gleichzeitig auch die dritte große Säule, die die neue Nintendo-Produktlinie tragen soll. Hier sollen Spieler die Funktionsweise der Modelle ergründen, alles bauen und ausprobieren, um schließlich Zugang zu der Toy-Con-Werkstatt freizuschalten, was durch einen sich öffnenden Gullideckel symbolisiert wird.

Wir dürfen in einem dritten Bereich der Veranstaltung ebenfalls kurz diese Werkstatt ausprobieren, die vornehmlich aus ein paar Menüs und einer schwarzen Bildschirmfläche zu bestehen scheint. Hier lassen sich die Sensoren und Motoren der Joy-Cons über eine symbolhafte Programmierung ansteuern und miteinander verknüpfen, um neue Einsatzmöglichkeiten und Spielereien zu erschaffen.

So verwandelt der Präsentator den Kamera-Controller in eine Knarre, der andere Joy-Con wird einem Pappmännchen, das einen Reflektor im Gesicht kleben hat, auf den Rücken gesteckt, und in der Software ein simple Wenn-dann-Verknüpfung erstellt. 'Treffer' der Kamera -> Vibration des Controllers -> Männchen fällt um. Wir kennen das Beispiel übrigens schon aus einem offiziellen Trailer - so wie vieles, das wir hier in Hamburg live gesehen und selbst gebaut, gespielt und endlich auch kapiert haben. Am meisten fasziniert sind wir dabei nicht von dem, was auf den Bildschirmen abgeht, sondern vom großen Einfallsreichtum, mit dem die Nintendo-Kreativen bei Labo bestehende Technik für neue und überraschende Spielkonzepte nutzen.

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 Cleveres Kartonklavier
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