Nintendo: Kriminelle verlangen 2 Millionen Dollar Lösegeld für gestohlene Daten
Die Hackergruppe Shadowbytes (ShadowByt3$ in Leetspeak(öffnet im neuen Fenster)) wollte Nintendo offenbar um 2 Millionen US-Dollar erpressen(öffnet im neuen Fenster). Sie hat nach eigenen Angaben etwa 859 MByte an Daten durch einen Hack der Mitarbeiter-Engagement-Plattform Tinypulse stehlen können. Das sind mutmaßlich überwiegend Chatverläufe zwischen Nintendo-Mitarbeitern. Laut Shadowbytes sind darunter aber auch Namen und E-Mail-Adressen von Angestellten, Umfragen und Analysedaten, die als Nintendo-Interna gehandelt werden.
"Sie haben 48 Stunden, um uns zu kontaktieren", schreibt die Gruppe in der Ankündigung vom 13. Juni 2026. Mittlerweile hat Nintendo sich wohl auch dazu entschieden, die geforderte Geldmenge nicht zu bezahlen.
Dem Gaming-Magazin Kotaku(öffnet im neuen Fenster) bestätigt der Konzern auch offiziell, dass es einen Vorfall mit Tinypulse gegeben habe. "Die Systeme von Nintendo wurden nicht kompromittiert, und es wurde nicht auf persönliche Kundendaten oder Finanzdaten zugegriffen", schreibt Nintendo. Die meisten der Daten seien zudem bereits älter und für Nintendo deshalb keine Bedrohung.
Daten zeigen: Mitarbeiter gegen KI
Nachdem Nintendo eine Zahlung ablehnte, wandte sich Shadowbytes offenbar an Tinypulse direkt. "Nintendo hat beschlossen, nicht zu zahlen; daher fordern wir Tinypulse zur Zahlung auf", heißt es in der zweiten Drohung(öffnet im neuen Fenster). Ein User veröffentlichte anschließend einige der mutmaßlichen Daten selbst. Shadowbytes hatte offenbar einfach vergessen, den Link zu den Daten unkenntlich zu machen. "Also ist ihre Lösegeldforderung im Prinzip wertlos", schreibt die Person auf X(öffnet im neuen Fenster).
In den Dokumenten(öffnet im neuen Fenster) tauschen sich Nintendo-Angestellte bei Nintendo America aus. Sie kritisieren teilweise den KI-Push und die Integration von Microsoft Copilot in Arbeitsprozesse des Unternehmens. "Ich glaube nicht, dass wir die negativen Seiten betrachten, wenn wir zu sehr auf KI setzen", schreibt eine Person in den geleakten Chats. Eine weitere Person kritisiert, dass KI-Systeme echte menschliche Arbeit ersetzt haben. "So viel dazu, dass KI niemanden von uns ersetzen wird", heißt es da.
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