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Nintendo: Gewinnwarnung und Entwicklerkritik

Die Absätze des 3DS gehen zurück, die Entwicklung von Gesundheitslösungen ist eingestellt, unabhängige Entwickler schimpfen über die Informationspolitik in Sachen NX: Bei Nintendo läuft es schlecht – jetzt muss der japanische Konzern auch noch eine Gewinnwarnung herausgeben.
/ Peter Steinlechner
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Firmenmaskottchen Mario (Bild: Nintendo)
Firmenmaskottchen Mario Bild: Nintendo

Wegen des ungünstigen Wechselkurses, aber auch aufgrund eines niedriger als erwarteten Absatzes von Hard- und Software hat Nintendo seine Anteilseigner vor niedrigeren Gewinnen gewarnt(öffnet im neuen Fenster) . Die Firma rechnet für das noch bis März 2016 laufende Geschäftsjahr nun mit einem Profit von 17 Milliarden Yen (137 Millionen Euro). Erst vor kurzem hatte Nintendo noch ein Plus von 35 Milliarden Yen (281 Millionen Euro) vorausgesagt.

Einen starken Einbruch gibt es beim Geschäft mit dem 3DS und der dazugehörigen Software. Bislang war die Firma davon ausgegangen, rund 7,6 Millionen Geräte zu verkaufen – tatsächlich werden es nun eher 6,6 Millionen. Bei Spielen für das Handheld sieht es ähnlich aus: Statt 56 Millionen werden es wohl lediglich 47 Millionen Einheiten.

Ein wesentlicher Grund dürfte die immer stärkere Konkurrenz durch Smartphones und Tablets sein. Immerhin: Das Geschäft mit der Wii U läuft auf mittlerem Niveau stabil, und bei den Spielen für die Plattform hat Nintendo die Prognose sogar von 23 Millionen auf 27 Millionen erhöht.

Entwickler schimpft über Nintendos Firmenpolitik

Unterdessen gibt es in der Entwicklerszene einige Diskussionen über die nächste Konsole, deren Marktstart Nintendo derzeit unter dem Projektnamen NX vorbereitet. Besonders lautstark hat sich der Österreicher Thomas Mahler von den Moon Studios (Ori and the Blind Forest) auf Neogaf.com zu Wort(öffnet im neuen Fenster) gemeldet.

Er interessiere sich für die neue Plattform, würde aber von Nintendo keinerlei Informationen bekommen. Seiner Auffassung nach müsste der Firma sehr viel daran gelegen sein, unabhängige Studios mit Devkits zu versorgen und so von Anfang an für eine ausreichende Versorgung der NX mit Spielen sicherzustellen. Die aktuelle Geheimniskrämerei sei "hirnverbrannt" .

Andere Entwickler, etwa Martin Sahlin von Coldwood Interactive (Unravel), äußern sich nicht so drastisch – aber sie berichten von ähnlichen Schwierigkeiten, in Kontakt mit Nintendo zu gelangen. Die mangelhafte Unterstützung durch Drittentwickler ist eines der größeren Probleme der Wii U – zumal Nintendo selbst massive Schwierigkeiten hat, Spiele wie das überfällige Zelda für die Plattform fertigzustellen.

Aus einem anderen Bereich hat sich Nintendo vorerst zurückgezogen: Die Pläne, auch Hardware im Gesundheitsbereich anzubieten, hat die Firma zumindest vorerst auf Eis gelegt. Angedacht waren etwa Geräte, mit denen der Nutzer auf einfache und spielerische Art etwa seine Schlafqualität messen und verbessern können sollte.


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