Nintendo Game Boy: Youtuber entdeckt funktionierenden Prototyp des Workboy

Der Workboy hätte 1991 den Game Boy in einen Mini-PC umgewandelt - inklusive Telefonbuch und Währungsrechner. Der Prototyp ist intakt.

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Der Workboy sollte den Game Boy zu mehr als einer Spielekonsole machen.
Der Workboy sollte den Game Boy zu mehr als einer Spielekonsole machen. (Bild: Youtube/Didyouknowgaming)

Im Jahr 1992 war Nintendos Handheld-Konsole Gameboy wohl auf vielen Schulhöfen der Welt zu finden. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Gerät sich allerdings áuch einen Weg in Büros bahnen können. Der Youtuber Liam Robertson von Didyouknowgaming hat sich auf die Suche nach dem Fabtek Workboy begeben, einem Erweiterungsset für Nintendos Gameboy, welches allerdings nie final verkauft wurde.

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Robertson konnte mit dem Designer und ehemaligen CEO von Fabtek, Frank Ballouz, in Verbindung treten. Er schickte dem Youtuber den möglicherweise einzigen noch funktionierenden Prototyp des Workboy zu, der fast 30 Jahre lang als reines Ausstellungsstück in Vitrinen gezeigt wurde. Das System besteht aus einer kleinen Tastatur mit Sondertasten. Mit diesen sollten Käufer durch das Betriebssystem navigieren, das durch seine Icons und kleinen Teilapplikationen an moderne Smarthpone-GUIs erinnert. In der Tastatur war weitere Hardware integriert, etwa zusätzlicher DRAM und eine elektronische Uhr, die dem Ur-Gameboy fehlte.

Zu Robertsons Überraschung funktioniert der Workboy auch nach 30 Jahren noch. Verbunden wird das System mit Hilfe des Nintendo Game Link Cables. In einem Video gibt er eine kurze Einführung in das Betriebssystem, das für damalige Verhältnisse viel zu bieten hatte. Darin ist etwa ein Fremdsprachenwörterbuch integriert, mit dem einfach Sätze aus dem Englischen ins Deutsche, Französische oder Italienische übersetzt werden können.

Umrechnung von Francs in Deutsche Mark

Ein Telefonbuchprogramm kann als Ablage für diverse Kontakte dienen. Auch können gespeicherte Nummern angewählt werden, indem der Workboy das akustische Wahlsignal an ein analoges Telefon übermittelt. Diese Technik ist heutzutage obsolet, hätte damals aber eine große Hilfe sein können.

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Der Workboy kann auch einen Taschenrechner, eine Umrechnungshilfe für Temperaturskalen (Fahrenheit, Grad Celsius) oder einen Währungsrechner anbieten. Allerdings müssen Kurse für Währungen wie französischer Franc, italienische Lira oder Deutsche Mark manuell eingegeben werden - mangels Internetsynchronisation.

Obwohl das System nie auf den Markt kam, ist sich der ehemalige Fabtek-CEO Frank Ballouz sicher, dass der Workboy kein Flop gewesen wäre. Der Preis von knapp 90 US-Dollar wäre auf einer Ebene mit dem Game Boy selbst gewesen. Allerdings senkte Nintendo den Preis des Handhelds später deutlich und DRAM-Preise stiegen vor dem Release des Workboy erheblich.

Wegen des daraus resultierenden höheren Preises gegenüber dem Game Boy hatte Ballouz letzendlich das Projekt beendet. Das Vermächtnis bleibt aber noch 30 Jahre später erhalten.

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Crass Spektakel 26. Mär 2021

https://en.wikipedia.org/wiki/Atari_Portfolio Das wäre imho wirklich ein brauchbarer und...

486dx4-160 31. Dez 2020

Auch damals gab's Gemecker über Kabelwirrwarr. Deswegen wurde damals (bzw. ein paar...

format 30. Dez 2020

Neee, solche Organizer (ich glaube PDA wurden die erst später genannt) gab es schon...

UP87 30. Dez 2020

Dazu kommt, dass DYKG sehr viel Glück mit dem Timing hatte und kurz nach dem Erhalt der...



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