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Es ist nicht alles Gold

"Ich gehe strategischer an das Spiel heran als damals als sechsjähriges Kind", erzählt Sunny, der seit 2000 Pokémon-Fan ist. "Damals hat man sich ja schon über die Grafik und den Sound gefreut. Heute schalte ich den Ton ab. Ich verabrede mich mit einer Gruppe und wir gehen zusammen bestimmte Spots ab, um spezielle Pokémon zu finden und weiterzukommen."

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Das Spiel ist nicht nur geselliger geworden, auch die technischen Anforderungen sind niedriger als in den 90ern. Dave erzählt: "Damals gab es ja noch den finanziellen Aspekt. Die Eltern mussten für viel Geld Gameboy, Spiele und Kabel kaufen - heute kann sich jeder die App herunterladen." Denn ein Smartphone mit Datenflatrate hat fast jeder zur Verfügung.

Bezahlen bitte!

Ganz kostenlos ist der Spaß aber nicht. Außer durch das Abgreifen der persönlichen Daten der Spieler, die ja inzwischen nahezu Währungscharakter haben, profitiert der Hersteller vom Verkauf bestimmter Gegenstände im Spiel. An sich kein Problem, meinen die drei Fans. Das könne sich jedoch schnell ändern, sagt Dave, "… wenn das Pay-to-win-Prinzip zu krass wird." Noch können Spieler auch vorankommen, ohne für virtuelle Gegenstände zu bezahlen. "Aber wenn das nicht mehr möglich wäre, hätten sie mich verloren."

Auch jetzt haben die Fans schon ein paar Dinge an Pokémon Go auszusetzen, vor allem an der Spielmechanik und den zeitweise ausgelasteten Servern. Jasmin findet zwar die Machtkämpfe um die Arenen toll, aber: "Es ist schade, dass man nicht wie früher auf dem Gameboy gegen die Pokémon kämpfen kann, sondern nur den Ball wirft, um sie zu fangen. Das ist ein bisschen langweilig."

  • Dieses Pokémon heißt Schlurp und nutzt seine Zunge als Waffe. (Screenshot: Martin Wolf)
  • Ohne externen Akku geht nichts bei der Monsterjagd. (Foto: Martin Wolf)
  • Die Serie hatte auf nahezu jedem System von Nintendo einen Ableger. (Foto: Martin Wolf)
  • Die nächste Generation macht sich mit dem Smartphone auf die Suche nach Pokémon. (Foto: Martin Wolf)
  • Jasmin, Sunny und Dave haben sich durch Pokémon Go kennengelernt. (Foto: Martin Wolf)
  • Hornliu ist ein eher kleines Pokémon. (Screenshot: Martin Wolf)
Die nächste Generation macht sich mit dem Smartphone auf die Suche nach Pokémon. (Foto: Martin Wolf)

So wünschen sich die drei einige neue Funktionen im Spiel: Eine Option zum Tausch der gefangenen Monster regt Dave an, Jasmin möchte gern direkt gegen die anderen Jäger und ihre Monster antreten.

Hält der Hype?

Noch ist der Zenit der aktuellen Pokémanie nicht überschritten. In den Medien füllen Meldungen über Pokémon Go bestimmt das eine oder andere Sommerloch. Die Faszination des Monstersammelns kann aber schnell schwinden, das wissen auch die Hersteller des Spiels. Beim letzten Mal hatten sie offenbar nicht immer die richtigen Rezepte, um die Spieler bei der Stange zu halten.

"Tiefpunkt der Serie war für mich die Überentwicklung der Charaktere. Bei 150 Stück hätte man eher das Spielfeld erweitern und neue Arenen schaffen sollen oder Pokémon kombinieren. Die Anzahl der Monster fand ich irgendwann echt übertrieben", sagt Jasmin.

Ob sie trotzdem auch in einigen Jahren noch Pokémon Go spielen werden? "Es kommt darauf an, was für Content nachgeschoben wird", sagt Sunny und Jasmin ergänzt: "Es ist Pokémon, das bleibt."

 Nintendo auf dem Smartphone: Pokémon Go Out!
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Pallchek 21. Jul 2016

Mag sein das die es mit Prepaid karten kaufen können. Es werden aber auch viele dabei...

Pallchek 21. Jul 2016

Aber das klingt doch soooo viel logischer xD. Ne Spaß, klar wenn es sehr offentlich...

Prypjat 21. Jul 2016

Dieses Phänomen hatte ich mal, als ich Pokemon als Beifahrer laufen gelassen habe. Ich...

velo 21. Jul 2016

Man kann mit einem Jailbreak ein neues OS drauf machen? Das kann ich mir nicht...

Pallchek 20. Jul 2016

Haha, ich hab immer 3 Pfoten, bei den Blättern auf der Map taucht auch nie was auf und...


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