Ninja Theory: Hellblade und eine Heldin mit Trauma
Egal ob er in der Hölle um sein Überleben, auf fremden Planeten um das Universum oder auf irdischen Schlachtfeldern kämpft: Eigentlich müsste sich so gut wie jeder Hauptcharakter eines Computerspiels nach seinem Abenteuer in psychologische Behandlung begeben, um irgendwie einen Umgang mit all den traumatischen Erlebnissen zu finden. In einem neuen Trailer zu Hellblade erzählt das britische Entwicklerstudio Ninja Theory(öffnet im neuen Fenster), wie es derlei Themen aufgreifen möchte.
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So zeigt das Studio in dem Video, wie die durch psychische Störungen verzerrte Wahrnehmung der Realität in einem Spiel aussehen würde. Farben leuchten stärker, teils verschiebt sich das Farbspektrum sogar vollständig. Feste Strukturen geraten ins Wanken und lösen sich auf, der Boden verzerrt sich.
Ninja Theory hat diese Effekte nach eigenen Angaben in Kooperation mit Psychiatern und Traumaforschern entwickelt und auch mit der auf medizinische Forschung spezialisierten Stiftung Wellcome Trust zusammengearbeitet. Der Spieler soll nacherleben können, wie die Welt für jemanden wirkt, der "Halluzinationen sieht und hört, die er nicht kontrollieren kann", so Tameem Antoniades, Kreativchef von Ninja Theory, im Playstation Blog(öffnet im neuen Fenster). "Aller Wahrscheinlichkeit nach kann das nicht wirklichkeitsgetreu dargestellt werden, aber wir glauben, dass Spiele uns näher heranbringen können als andere Medien."
Trotz dieser Themen soll Hellblade übrigens in weiten Teilen ein klassisches Actionspiel werden. Hauptfigur ist eine keltische Kriegerin namens Senua, die Stimmen hört und gegen Alptraumkreaturen kämpft. Ninja Theory hat bislang zusammen mit größeren Publishern an Titeln wie Heavenly Sword und Devil May Cry gearbeitet. Hellblade ist das erste unabhängig produzierte Spiel. Es soll 2016 für Windows-PC und Playstation 4 erscheinen.
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