Nikola: 800 Brennstoffzellen-Lkw sollen Bier ausfahren

Der US-Brauer Anheuser-Busch hat für seine Langstreckenflotte bis zu 800 Sattelzüge bei Nikola geordert(öffnet im neuen Fenster) . Die Besonderheit: Es handelt sich um Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle. Die Konkurrenz setzt auf rein akkubetriebene Fahrzeuge. Auch Anheuser-Busch bestellte zudem 40 Tesla-Semis vor .
Die Elektromobilität bei Lkw im Langstreckenbereich führt zu einem Problem: Die Fahrzeuge müssten sehr große Akkus mit sich führen, um ohne viele Ladestopps zum Ziel zu kommen. Dann sänke jedoch die Nutzlast. Kleinere Akkus schränkten indes die Reichweite und damit die Verwendbarkeit ein. Die Lösung sollen Brennstoffzellen und Wasserstofftanks sein, die mitgeführt werden und die Akkus aufladen. An dieser Lösung arbeitet der US-Hersteller Nikola Motors Company seit längerem.

Nikola One(öffnet im neuen Fenster) und Nikola Two(öffnet im neuen Fenster) sind zwei Sattelschlepper mit Elektromotor und einer Brennstoffzelle. Sie sollen mit dem elektrischen Achsantriebssystem, kurz E-Achse, ausgestattet werden, das Bosch vorstellte .






Anheuser-Busch rechnet damit, die Lkw ab 2020 in seinen Fuhrpark integrieren zu können. Der Nikola One verfügt über drei angetriebene Achsen mit sechs Motoren. Diese haben zusammen eine Leistung von mehr als 1.000 PS und ein Drehmoment von 2.700 Newtonmeter. Die Motoren werden von einer Brennstoffzelle und einem Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt. Der Akku hat eine Kapazität von 320 Kilowattstunden. Die Reichweite gibt der Hersteller mit bis zu 2.000 km an. Ein Tankvorgang soll nur ungefähr 20 Minuten dauern. Was bislang fehlt, ist die Tankinfrastruktur. Nikola plant jedoch, bis 2028 mehr als 700 Wasserstofftankstationen in den USA und Kanada zu bauen.