Night Raid: 3DMark testet Windows-10-on-ARM-Notebooks

Futuremark hat die Night Raid getaufte Szene für den aktuellen 3DMark vorgestellt. Sie umfasst zwei Grafik- und einen CPU-Test und weist überdies eine Demo auf. Der neue Test eignet sich laut den finnischen Entwicklern für Windows-10-Notebooks mit Chips mit integrierter Grafikeinheit, also primär AMDs und Intels Modelle sowie zusätzlich für Snapdragon-SoCs mit Windows 10 on ARM. Der Night Raid läuft unter Direc3D 12, nutzt aber nur Feature Level 11_0 und wird in 1.920 x 1.080 Pixeln berechnet.
Technisch ist Night Raid ziemlich modern: Der CPU-Test unterstützt für die Boids-Berechnungen neben klassischem SSE3-Code auch AVX(2)-Befehle sowie bei ARM die Neon-Instruktionen. Per Custom-Run ist überdies auch AVX512 möglich, etwa bei einem Cannon-Lake-Chip. Die Physik-Simulation nutzt allerdings rein SSE3, sie macht laut Futuremark grob ein Viertel des Workloads aus, da beispielsweise noch prozedurale Generierung verwendet wird. Der CPU-Test fließt zu 15 Prozent in den Overall-Score ein.

Die beiden Grafiktests sind ergo für 85 Prozent der resultierenden Punktzahl verantwortlich. Sie nutzen unter anderem Umgebungslichtverdeckung, Tessellation, GPU-beschleunigte Partikel und allerhand Post-Processing-Effekte. Futuremark gibt an, dass ein Prozessor samt integrierter Grafikeinheit, welcher rund 5.000 Punkte in Night Raid erreicht, sich auch für Spiele wie Counter-Strike Global Offensive, Dota 2 und League of Legends in 1080p-Auflösung eignet.
Zumindest eine UHD Graphics 620 in einem aktuellen Ultrabook-Chip von Intel wie der Core i5-8250U schafft das mit gut 3.000 Punkten allerdings nicht, dafür braucht es schon eine Iris Plus oder eine AMD-Grafikeinheit wie eine Vega 8. Die neue Szene namens Night Raid ist per Steam oder über UL-Benchmarks kostenlos verfügbar.