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Nigeria: Ericsson will schlechtes Mobilfunknetz verbessern

Vertreter der nigerianischen Regierung haben mit Ericsson eine Vereinbarung geschlossen. 5G soll das überlastete Mobilfunknetz retten.
/ Achim Sawall
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Bosun Tijani, Peter Olusoji Ogundele und Patrick Johansson unterzeichnen das Memorandum of Understanding. (Bild: Ericsson)
Bosun Tijani, Peter Olusoji Ogundele und Patrick Johansson unterzeichnen das Memorandum of Understanding. Bild: Ericsson

Ericsson wird den Ausbau von 5G im Mobilfunknetz Nigerias zusammen mit der Regierung vorantreiben. Das gab der Mobilfunkausrüster bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Dazu wurde bei einem Besuch einer nigerianischen Regierungsdelegation in Ericssons Hauptsitz in Schweden eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet.

Es ginge darum, einen "Rahmen für die Zusammenarbeit" zwischen der Regierung und Ericsson Nigeria hinsichtlich der Entwicklung und Einführung von 5G-Technologie zu schaffen.

Nigeria ist mit über 228 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. Entsprechend hoch ist der Bedarf an leistungsfähigen Mobilfunknetzen, besonders in der Mega-Metropole Lagos, der zweitgrößten Stadt des afrikanischen Kontinents. Weitere Großstädte sind Kano, Ibadan, Abuja oder Port Harcort.

MTN ist Marktführer in Nigeria

MTN Nigeria, eine Tochtergesellschaft des südafrikanischen MTN-Konzerns, ist Marktführer auf dem nigerianischen Telekommunikationsmarkt. Die anderen drei großen Mobilfunkanbieter heißen Globacom, Airtel und 9Mobile.

Viele Kunden der Telekommunikationsunternehmen beschwerten sich im Jahr 2023 über die schlechte Servicequalität der Netze. Diese sind so überlastet, dass mit ständigen Verbindungsabbrüchen zu rechnen ist. Dies veranlasste die Regulierungsbehörde Nigerian Communications Commission (NCC), die Betreiber zu warnen, sie müssten 2024 die Netzqualität verbessern oder würden eine Strafe erhalten. Die NCC sagte(öffnet im neuen Fenster) , sie werde die Qualität der, von den vier großen Telekommunikationsbetreibern des Landes angebotenen Dienste ab Januar 2024 strenger überwachen. Geändert hat sich seitdem für die Nutzer jedoch praktisch gar nichts.


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