Niedrige Inzidenzen: Homeoffice-Pflicht soll am 30. Juni enden

Die allgemeine Pflicht zum Homeoffice soll Ende des Monats fallen. Coronatests sollen aber weiterhin in Betrieben angeboten werden.

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Homeoffice soll wieder freiwilliger werden.
Homeoffice soll wieder freiwilliger werden. (Bild: Pixabay)

Die Bundesregierung will die Homeoffice-Pflicht wieder abschaffen. Darauf hätten sich Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) verständigt, berichtet der Berliner Tagesspiegel. Betriebe sollten aber weiter verpflichtet werden, ihren Beschäftigten zwei Mal pro Woche einen Coronatest anzubieten. Dem Tagesspiegel zufolge geht das aus einer überarbeiteten Arbeitsschutzverordnung hervor.

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Die Homeoffice-Pflicht war Ende Januar 2021 eingeführt worden. Die Pflicht wurde im April noch einmal verschärft.

Zuvor mussten Arbeitergeber den Beschäftigten Homeoffice ermöglichen, wenn dies aus betrieblichen Gründen umsetzbar war. Arbeitnehmer mussten dies aber nicht annehmen. Im April wurde der Druck auf Beschäftigte erhöht, die angebotenen Möglichkeiten zu nutzen. Das war im Infektionsschutzgesetz verankert worden.

Künftig sollen Arbeitgeber per Arbeitsschutzverordnung weiter angehalten werden, für reduzierte Kontakte im Betrieb zu sorgen. Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen sei auf das "betriebsnotwendige Minimum" zu reduzieren, heißt es laut Tagesspiegel im Verordnungsentwurf. Dieser befinde sich noch in der Ressortabstimmung und solle am Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden. Die Neuregelung soll bis Ende September gelten.

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Arbeitgeber sollen demnach ihren Beschäftigten mindestens zwei Mal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Coronatest anbieten, "soweit diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung bleiben". Die Kosten für die Betriebe beziffert das Arbeitsministerium dem Bericht zufolge auf maximal 694 Millionen Euro. Der tatsächliche Aufwand dürfte wegen der steigenden Impfquote aber darunter liegen.

Das Ministerium begründet die Vorgaben mit hohen Infektionsraten in Betrieben. Diese zeigten nach privaten Haushalten das zweithöchste Ausbruchsgeschehen. Zudem seien 40 Prozent der aktuellen Covid19-Patienten auf Intensivstationen im berufstätigen Alter zwischen 30 und 65 Jahren.

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