Niedersachsen: Vodafone schließt größtes Funkloch in einem Bundesland

Rund 40 Quadratkilometer in der Südheide waren bislang nicht mit LTE versorgt. Das wird sich laut Vodafone nun ändern.

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Hoher Mobilfunkmast von Vodafone
Hoher Mobilfunkmast von Vodafone (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone hat das größte Funkloch Niedersachsens in der Südheide geschlossen. Das gab der Mobilfunkbetreiber bekannt. Dazu war die Errichtung zweier zusätzlicher Mobilfunk-Stationen in Lutterloh und in Weesen im Landkreis Celle erforderlich.

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Nach Angaben von Vodafone umfasst das bisherige Funkloch eine dünn besiedelte Fläche von rund 40 Quadratkilometern. Niedersachsens Digital- und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte: "Der Lückenschluss in der Südheide macht auch deutlich: Selbst Regionen mit Einzellagen und großen Waldgebieten werden in Niedersachsen mit Mobilfunk versorgt."

In den vergangenen Monaten wurden in Lutterloh und in Weesen zwei rund 40 Meter hohe Stahlgittermasten errichtet und durch Vodafone mit Antennen- und Anbindungstechnik versehen. Die Flugsicherheit des nahen Fliegerhorstes in Faßberg war zu berücksichtigen.

Auch weiter südlich entstehen bei Deningshof und Queloh in Abstimmung mit Bundes- und Landesregierung zwei zusätzliche Mobilfunk-Standorte. Damit dürften die bisherigen Versorgungslücken im Bereich der Südheide von Hermannsburg bis Eschede und somit eines der größten Funklöcher in Niedersachsen der Vergangenheit angehören.

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Der mobile Datenverkehr wächst auch in Niedersachsen rasant - mit einer jährlichen Steigerungsrate von aktuell mehr als 25 Prozent im Vodafone-Netz. Die Antennen sind nur mit Richtfunk nach Unterlüß angebunden. "Glasfaser ist verlegt und wird aktiviert, sobald wir dort auch 5G verfügbar machen. Derzeit gibt es dort 2G sowie LTE 800 und LTE 900", sagte Unternehmenssprecher Thomas Martha Golem.de auf Anfrage.

Wer ist schuld an Funklöchern?

Der lückenhafte Mobilfunkausbau ist das Ergebnis der ungenügenden Versorgungsauflagen der Regierung. Bereits bei der Vergabe der LTE-Funklizenzen sei den Bietern offengelassen worden, bis zu zwei Prozent der Haushalte auszusparen. Das sagte Margit Stumpp, zu der Zeit Expertin für digitale Infrastruktur der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, nach dem Mobilfunkgipfel beim Bundesverkehrsministerium im Juli 2018. "Ein Geschenk an die Mobilfunkkonzerne." Es sei absehbar, dass eine solche Regelung den ländlichen Raum treffen werde, erklärte sie damals.

Die Netzbetreiber beklagen die hohen Kosten für den weiteren 4G-Ausbau. "Die letzten 10 Prozent zu versorgen ist genauso teuer wie die ersten 90 Prozent", sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland, über den Ausbau in Bayern.

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Tillamook 17. Aug 2022 / Themenstart

Ich habe Zuhause kein DSL, ich bin aufs mobile Internet angewiesen.

At-M 17. Aug 2022 / Themenstart

Nach "Bedarf" wird sowieso nichts "produziert", das wäre betriebswirtschaftlich der Strick.

ttloop 17. Aug 2022 / Themenstart

Vom Sylvenstein- Stausee bis rüber nach Wallgau am Lauf der Isar. Und selbst in meiner...

NonesensE 17. Aug 2022 / Themenstart

Vodafone ist auf dieser Strecke übrigens genauso bescheiden.

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