Niedersachsen: Finanzbehörden blockieren E-Mails mit Internetlinks

Keine Links und keine Microsoft-Office-Dokumente dürfen E-Mails an die Finanzbehörden Niedersachsens enthalten, ansonsten werden sie blockiert. Mit der Maßnahme wollen sich die Behörden gegen die Schadsoftware Emotet schützen. Nutzer werden über nicht angenommene Mails jedoch nicht informiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Nicht mehr per E-Mail, sondern per pedes: Links und Office-Dokumente an das Finanzamt
Nicht mehr per E-Mail, sondern per pedes: Links und Office-Dokumente an das Finanzamt (Bild: Hans Rohmann/Pixabay)

Zum Schutz vor Angriffen aus dem Internet blockieren die Finanzbehörden in Niedersachsen E-Mails, die Adressen von Webseiten enthalten. "Wenn es Ihnen möglich ist, verwenden Sie bitte in Ihren E-Mails an die niedersächsische Steuerverwaltung bitte weder Office-Anhänge noch Links - auch nicht als E-Mail-Signatur. Anderenfalls ist eine elektronische Kommunikation derzeit leider nicht möglich", schreibt das Landesamt für Steuern auf seiner Webseite.

Stellenmarkt
  1. Embedded Softwareentwickler (m/w/d) für Medizinprodukte
    Ziehm Imaging GmbH, Nürnberg
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d) mit Perspektive IT-Leiter (m/w/d)
    Wäschefabrik Kneer e.K., Westerheim
Detailsuche

Das betreffe neben dem Landesamt auch die Finanzämter sowie Steuerakademie Niedersachsen. Bereits seit Mai 2019 nehmen die Behörden keine E-Mails mit Microsoft-Office-Dateianhängen mehr an. "Die Absenderin oder der Absender wird hierüber nicht automatisch informiert", schreibt die Behörde. Für die interne E-Mail-Kommunikation der Landesverwaltung gilt die Blockade jedoch nicht.

Die Maßnahme richtet sich gegen die Schadsoftware Emotet, die sich über Internetlinks und Dateianhänge, meist Word oder Excel, verbreitet. Die Schadsoftware übernimmt zum Teil auch bestehende E-Mail-Konversationen und bezieht echte Inhalte mit ein, um die Betroffenen zum Öffnen der Anhänge oder Links zu verleiten. Dadurch sind sie für Spamfilter, aber auch für Menschen sehr viel schwieriger zu erkennen.

Im vergangenen Jahr wurden mehrere staatliche Institutionen durch Emotet-Angriffe lahmgelegt, darunter das Berliner Kammergericht sowie die Kommune Neustadt am Rübenberge (Niedersachsen). Der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Arne Schönbohm nannte Emotet daher auch den "König der Schadsoftware". In der Wirtschaft habe die Schadsoftware ebenfalls eine erhebliche Durchschlagswirkung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Grover 10. Jan 2020

Nehmen die jetzt tatsächlich keine Emails mehr von Firmen an, welche in Ihren Mails auf...

Kleba 10. Jan 2020

Bei meiner letzten Steuererklärung hatte ich das sogar direkt mehrfach. Das Finanzamt...

ldlx 09. Jan 2020

Dann erklär mal, wie das geht. Was haben wir da als durchschnittliche Mail-Server...

AllDayPiano 09. Jan 2020

Das dreisteste war ja: deren Ablehnung kam EIN JAHR nach meinem Einspruch xD

Anonymer Nutzer 09. Jan 2020

Schriftsachen jeglicher Natur, die an mich adressiert sind, dürfen ab sofort keinerlei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Digitalisierung
500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer leistungsfähig und gut nutzbar
Artikel
  1. Bundesservice Telekommunikation: Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt
    Bundesservice Telekommunikation
    Schlecht getarnte Tarnorganisation praktisch enttarnt

    Inzwischen ist offensichtlich, dass der Bundesservice Telekommunikation zum Bundesamt für Verfassungsschutz gehört.

  2. Volkswagen Payments: VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken
    Volkswagen Payments
    VW entlässt Mitarbeiter wohl wegen Cybersicherheits-Bedenken

    Volkswagen entlässt einem Bericht nach einen Mitarbeiter, nachdem dieser Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit von Volkswagen Payments äußerte.

  3. Frequenzen: Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne
    Frequenzen
    Bundesnetzagentur erfüllt Forderungen der Mobilfunkkonzerne

    Jochen Homann könnte vor seinem Ruhestand noch einmal Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica erfreuen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9-10900K 444,88€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • Hisense-TVs zu Bestpreisen (u. a. 55" OLED 739€) • RX 6900 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7-10700KF 279€) • 4 Blu-rays für 22€ • LG OLED (2021) 77 Zoll 120Hz 2.799€ [Werbung]
    •  /