Mobilfunk: Niedersachsen meldet fast 9.000 Funklöcher

Niedersachsen meldet rund 9.000 Funklöchern, in Brandenburg sind es sogar über 23.000, doch die Netzbetreiber reden weiter von 95 Prozent Mobilfunkabdeckung und mehr.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobilfunkantenne der Telefonica
Mobilfunkantenne der Telefonica (Bild: Telefonica)

Bei der Funklochmeldung, die das Wirtschaftsministerium in Niedersachsen gestartet hat, sind insgesamt 8.956 Meldungen eingegangen. Das teilte ein Ministeriumsprecher am 1. Juni 2018 mit. "Die große Resonanz zeigt uns, dass Funklöcher ein Problem in Niedersachsen darstellen, dem wir uns annehmen müssen." Beginn der Meldeaktion war am 27. April.

Stellenmarkt
  1. Führungskraft (w/m/d) Referat F11 "Anschriftenregister, Referenzdatenbestand"
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Business Process Expert (m/w/d)
    Richter-Helm BioLogics GmbH & Co. KG, Bovenau
Detailsuche

Es sei bereits klar erkennbar, dass die Hauptprobleme in den ländlichen Regionen Niedersachsens bestehen, erklärt der Sprecher. Nach der Auswertung aller Rückmeldungen will das Ministerium in den Dialog mit den Mobilfunkbetreibern treten. Denn häufig stimmten die dort gemachten Angaben zur Netzabdeckung nicht mit den realen Bedingungen vor Ort überein. "90 oder 95 Prozent Abdeckung der Haushalte heißt eben, dass man zum Beispiel an vielen Straßen und Bahnstrecken aktuell nicht telefonieren kann", erklärte der Sprecher von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).

Bis Ende 2019 müssen mindestens 97 Prozent der Haushalte in Niedersachsen mit 4G versorgt sein. Im Bundesschnitt über alle Bundesländer müssen es mindestens 98 Prozent sein. Dies sind die Vorgaben aus der vergangenen Frequenzversteigerung an jeden Mobilfunkbetreiber. "Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen gibt es hier natürlich andere Probleme als in Berlin, Bremen oder Hamburg. 97 Prozent der Haushalte bedeutet nämlich nicht 97 Prozent der Fläche."

LTE: Kein Funk im tiefen Walde

Eine 100-prozentige Abdeckung der Fläche werde in Niedersachsen schwierig. Das Ziel solle sein, dass möglichst alle Gebiete, in denen ein Bedarf besteht - also zum Beispiel dort, wo Haushalte, die Hauptverkehrswege und die touristischen Hotspots sind - mit schnellem Internet versorgt werden. In einem dichten Wald ohne Haushalte und Tourismus könnte der Empfang dann immer noch lückenhaft sein.

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    28. Februar–4. März 2022, virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

In Brandenburg haben die Einwohner seit Anfang Mai 2017 auf der Seite funkloch-brandenburg.de 23.024 Funklöcher gemeldet. Das teilte die CDU-Fraktion Brandenburg mit, die die Messung gestartet hatte.

Trotz der Marketingversprechungen der Netzbetreiber gibt es sehr viele Funklöcher bei der Versorgung mit mobilem Internet im deutschen Mobilfunk. Das ergab der Netztest der Computer Bild, für den über eine App drei Millionen Datenverbindungen und mehr als zwei Millionen Gesprächsminuten von 49.597 Nutzern gesammelt wurden. Je nach Netz und Aufenthaltsort saßen laut den Ergebnissen vom Dezember 2016 beim mobilen Internet 30 bis 45 Prozent der Deutschen im Smartphone-Funkloch.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


KDiiX 08. Jun 2018

Ja es ist einem Deutschland 2018 würdig, da immer mehr Kunden mit 7,99¤ Tarifen nicht zum...

KDiiX 08. Jun 2018

Dann solltet Ihr mal Speedtest zu verschiedenen Zeiten und Orten machen, dann wird dir...

KDiiX 08. Jun 2018

Mensch Friedhelm, dass ist doch allgemein bekannt, dass das von den Chemtrails kommt :-D

KDiiX 08. Jun 2018

Als wenn die Netzbetreiber etwas für die Situation können. Zum einen ist der Ausbau im...

KDiiX 08. Jun 2018

Gerade der Teil, dass man regionalen Anbietern den Zugang verpflichtend gewähren soll...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Naomi "SexyCyborg" Wu
Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig

Naomi Wu wird in der Maker-Szene für ihr Fachwissen geschätzt. Youtube demonetarisiert sie aber wohl wegen ihrer Körperproportionen.

Naomi SexyCyborg Wu: Pappbüste einer Tech-Youtuberin ist Youtube zu anstößig
Artikel
  1. VDSL-Mietpreiserhöhung: Sie investieren nicht in Netzausbau, aber beschweren sich
    VDSL-Mietpreiserhöhung
    "Sie investieren nicht in Netzausbau, aber beschweren sich"

    Die Deutsche Telekom hat die Kritiken von 1&1, Vodafone und Telefónica erwartet.

  2. Trägheitseinschlussfusion: Forscher erzielen wichtigen Fortschritt bei der Kernfusion
    Trägheitseinschlussfusion
    Forscher erzielen wichtigen Fortschritt bei der Kernfusion

    An der NIF wurde erstmals brennendes Plasma erzeugt, bei dem das entstandene Helium das Plasma weiter aufheizt.

  3. Ausgegolft: In Zwickau beginnt Serienproduktion des VW ID.5
    Ausgegolft
    In Zwickau beginnt Serienproduktion des VW ID.5

    Mit der Serienfertigung des Topmodell der ID.-Baureihe hat VW die Transformation des Werks in Zwickau zum Elektroauto-Standort abgeschlossen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RX 6900 XTU 16GB 1.449€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Acer Gaming-Monitor 119,90€ • Logitech Gaming-Headset 75€ • iRobot Saugroboter ab 289,99€ • 1TB SSD PCIe 4.0 128,07€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • LG OLED 65 Zoll 1.599€ [Werbung]
    •  /