Niederlande: Fastned baut landesweite Ladeinfrastruktur

Reichweite wird in den Niederlanden künftig kein Problem mehr für Elektroautofahrer sein: Das Unternehmen Fastned stellt rund 200 Ladesäulen bei Autobahnraststätten auf.

Artikel veröffentlicht am ,
Ladestation (Konzept): nicht weiter als 50 Kilometer
Ladestation (Konzept): nicht weiter als 50 Kilometer (Bild: Fastned)

Die Autobahnen in den Niederlanden werden elektrisch: Das Unternehmen Fastned baut ein flächendeckendes Netz aus Schnellladestationen auf, die mit sauberem Strom betrieben werden.

201 Ladesäulen will Fastned auf Autobahnraststätten aufstellen. Diese sollen nicht weiter als 50 Kilometer voneinander entfernt sein. Die ersten Ladesäulen sollen noch in diesem Herbst eingerichtet werden, bis 2015 soll das Projekt abgeschlossen sein. Es wird das bisher größte Netz aus Ladestationen werden.

15 bis 30 Minuten

Die Ladesäulen liefert der Schweizer Konzern Asea Brown Boveri (ABB). Die Säulen vom Typ Terra 52 und Terra 53 liefern eine Leistung von 50 Kilowatt. Damit solle der Akku eines Elektroautos in 15 bis 30 Minuten geladen werden können, erklärt ABB.

Die Ladestationen seien auf den Raststätten leicht an einem tropfenförmigen Dach zu erkennen, unter dem sie stünden, schreibt Fastned. Das Dach besteht aus Solarzellen, die den Strom für die Station liefern. Das Konzept, die Solarpaneele als Dach zu nutzen, statt sie auf das Dach aufzusetzen, stammt laut Fastned von dem deutschen Unternehmen Fath Solar.

Verschiedene Standards

Die Ladesäulen sind für verschiedene Schnellladestandards ausgerüstet. Das bedeutet, alle Elektroautos, "die von den großen Autoherstellern Europas, Asiens und der USA angeboten werden", können daran aufgeladen werden. Die Abrechnung erfolgt über das Internet.

Fastned wurde 2011 von Bart Lubbers und Michiel Langezaal gegründet. Ziel des Unternehmens ist es, durch den Aufbau einer landesweiten Ladeinfrastruktur die Elektromobilität in den Niederlanden zu fördern. "Dieses landesweite Netz von Standorten legt das Fundament für den wirtschaftlich rentablen Ausbau der Elektromobilität", sagt Bart Lubbers. "Ich erwarte in der Automobilindustrie ein Wettrennen um die kürzesten Ladezeiten und leistungsfähigsten Batterien."

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wmayer 12. Jul 2013

Bei 500km Reichweite würde ich sagen nicht viel länger. Wenn man auf 400km kommt würde...

Sebbi 12. Jul 2013

Es kommt natürlich stark auf die verwendeten Zellen an, aber 200 Watt pro Quadratmeter...

green-magic 12. Jul 2013

+1 finde ich auch gut.

VeldSpar 11. Jul 2013

der punkt ist doch dass du sowas in der stadt gar nicht brauchst, weil die 100km die das...



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