Niederlande: Dota 2 zeigt Inhalte von Schatzkisten vor dem Öffnen

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme reagiert Valve in den Niederlanden offenbar auf Kritik von Jugendschützern an Dota 2: Spieler sehen den Inhalt von Lootboxen schon vor dem Öffnen - ein echter Vorteil ist das aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Dota 2
Artwork von Dota 2 (Bild: Valve)

Valve hat nur in den Niederlanden eine grundlegende Änderung bei den virtuellen Schatzkisten (Lootboxen) in Dota 2 vorgenommen. Spieler sehen jetzt schon vor dem Kauf, was sich in der Truhe befindet. Dann können sie entscheiden, ob sie dafür Geld ausgeben wollen oder nicht. Der Haken dabei: Wer mit den angezeigten Gegenständen nichts anfangen kann, darf die Schatzkiste nicht zurückgeben und den Inhalt einer anderen begutachten. Einmal angezeigte Inhalte sind dauerhaft mit dem Nutzerkonto gekoppelt.

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In der Praxis bedeutet das schlimmstenfalls, wie unter anderem in Beiträgen auf Reddit zu lesen ist: Spieler müssen eine Truhe kaufen, um in der darauf wieder zufällig zusammengestellte, noch unbekannte Inhalte zu erhalten. Einen kleinen Vorteil hat also nur jemand, der einmal eine Lootbox anschaut und die Sache dann endgültig bleiben lässt. Es gibt noch eine Reihe weiterer Beschränkungen für Spieler in den Niederlanden: So ist es nicht mehr möglich, mehrere der Schatzkisten gleichzeitig zu kaufen. Schon seit Juni 2018 ist außerdem kein Handel mit den virtuellen Objekten möglich.

Hintergrund der seltsam anmutenden Umstellung: Die niederländische Kansspelautoriteit - das ist die für Glücksspiel zuständige Behörde - hatte im April 2018 amtlich festgestellt, dass viele Games gegen gesetzliche Regelungen verstoßen, weil sie Gewinne auf Zufallsbasis vergeben und weil sich die gewonnenen Ingame-Objekte gegen echtes Geld eintauschen lassen. Die Behörde selbst hatte zwar keine Titel genannt, laut einem Zeitungsbericht sollen Playerunknown's Battlegrounds (Pubg), Fifa 18, Dota 2 und Rocket League betroffen sein.

Hätte Valve nicht reagiert, hätte die Kansspelautoriteit sowohl Geldstrafen als auch Verkaufsverbote verhängen können. Valve hatte bereits im Juni 2018 angekündigt, über seine Anwälte gemeinsam mit der Behörde eine Lösung für die Probleme finden zu wollen. Was die Anbieter der anderen betroffenen Spiele tun wollen, um Geldstrafen zu entgehen, ist derzeit nicht bekannt.

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Die Heilige... 01. Aug 2018

Was du für Rocket League beschreibst, ist auch bei Dota Standard. In den Niederlanden...

Dwalinn 30. Jul 2018

oder ganz verrückt man verkauft tüten mit lustigen Bilder im inneren. Ich nenne es...

Eheran 27. Jul 2018

Naja bei T5 und T6 geht das schon noch. Aber bei T8, wo das Spiel ja erst richtig...

Truster 27. Jul 2018

Und recht haben sie. Das ganze Thema finde ich persönlich etwas lächerlich.



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