Niederlande: Apple will Strafe von 5 Millionen Euro pro Woche loswerden

Apple gibt dem Druck der niederländischen Kartellbehörde nach und überarbeitet die App-Store-Regeln. Nun muss die Behörde erneut prüfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple will nicht länger 5 Millionen Euro Strafe pro Woche zahlen.
Apple will nicht länger 5 Millionen Euro Strafe pro Woche zahlen. (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)

Wochenlang weigerte sich Apple, die Forderungen der niederländischen Verbraucherschutzbehörde Autoriteit Consument & Markt (ACM) zu erfüllen. Nun hat das Unternehmen die Regeln für ein alternatives Bezahlsystem für Dating-Apps im App Store überarbeitet.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler Healthcare IT (gn*)
    medavis GmbH, Karlsruhe
  2. Kundenbetreuer (m/w/d) im Support
    i-SOLUTIONS Health GmbH, Bochum, Magdeburg
Detailsuche

Damit sollen weitere Strafzahlungen von wöchentlich 5 Millionen Euro vermieden werden. Bisher summieren sich Apples Strafzahlungen auf 50 Millionen Euro.

Das Unternehmen will es Anbietern von Dating-Apps künftig doch erlauben, den Kunden die Wahl zu lassen, ob Apples Bezahlsystem oder ein anderes verwendet wird. Ursprünglich wurde verlangt, dass Anbieter von Dating-Diensten eine App komplett neu entwickeln sollten, wenn nicht Apples Zahlungssystem verwendet werden sollte. Sie hätten dann zwei verschiedene Apps programmieren und pflegen müssen.

Das kritisierten die Kartellwächter scharf. Sie bemängelten, dass Apples Bedingungen "unverhältnismäßig sind und ein unnötiges Hindernis darstellen". Die niederländische Verbraucherschutzbehörde muss nun prüfen, ob Apple mit den neuen Regeln die Anforderungen der Wettbewerbshüter erfüllt.

Apple AirPods Pro mit MagSafe Ladecase (2021)

Apple verlangt 27 Prozent Provision

Golem Akademie
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    14.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wenn ein App-Anbieter ein alternatives Bezahlsystem für den App Store nutzt, muss er eine Provision von 27 Prozent der Umsätze an Apple zahlen. Bei Nutzung von Apples Zahlungssystem liegt die Höhe der Provision bei 30 Prozent des erzielten Umsatzes. Die Ersparnis für App-Anbieter ist also entsprechend gering, wenn sie ein anderes Bezahlsystem verwenden.

In diesem Fall sind die Anbieter verpflichtet, Apple darüber genaue Berichte zu liefern. In den Berichten muss jeder digitale Kauf aufgeführt werden, der über den App Store erfolgt. Apple betonte erneut, dass das Unternehmen die Forderungen der Kartellwächter strikt ablehne. Man befürchte eine Gefährdung der Privatsphäre und der Sicherheit der Kunden, wenn alternative Bezahlmethoden erlaubt würden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


FreiGeistler 01. Apr 2022 / Themenstart

Genau das ist der Punkt. Alternative gibt es nicht, weil Apple dies verbietet. Ja von...

Maximilian154 31. Mär 2022 / Themenstart

Die 50 m¤ müssen sie zahlen, da werden sie kaum rauskommen. Geht wohl eher um weitere...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
Was Fahrgäste wissen müssen

Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
Artikel
  1. LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
    LG HU915QE
    Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

    LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

  2. Urkunden nicht zugestellt: Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen
    Urkunden nicht zugestellt
    Digitalisierung in Berlin sorgt für Pannen

    Eine Panne in der Berliner Innenverwaltung hat dafür gesorgt, dass Hunderte von wichtigen Urkunden nicht übermittelt werden konnten.

  3. Rheinland-Pfalz: Glasfaser soll erneut an Gleisen verlegt werden
    Rheinland-Pfalz
    Glasfaser soll erneut an Gleisen verlegt werden

    Onefiber hat sein erstes großes Projekt. In Rheinland-Pfalz wird parallel zur Glasfaser der Bahn verlegt und teilweise auch neu.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /