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Niedergang: Milliardenverlust und Massenentlassungen bei Toshiba

Toshiba dürfte heute einen Rekordverlust von über 4 Milliarden US-Dollar und Massenentlassungen ankündigen. Der Konzern versucht sich bisher mit Partnerschaften und Spartenverkauf zu retten.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Toshiba Corp President und CEO Masashi Muromachi im Dezember 2015 (Bild: Thomas Peter/Reuters)
Toshiba Corp President und CEO Masashi Muromachi im Dezember 2015 Bild: Thomas Peter/Reuters

Toshiba dürfte am 21. Dezember 2015 einen Verlust über 4 Milliarden US-Dollar und Massenentlassungen vorkündigen. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Business Daily(öffnet im neuen Fenster) offenbar aus Unternehmenskreisen. Die Entlassungen dürften im Bereich TV und Home Appliances erfolgen.

Als Kosten für den Stellenabbau werden 200 Milliarden Yen (1,6 Milliarden US-Dollar) erwartet, hat Nikkei Business Daily erfahren.

Zuvor hatte Toshiba versucht, seine Verluste mit Bilanzmanipulationen zu verschleiern. Durch Bilanzfälschungen wurden zuvor in den vergangenen sieben Jahren rund 1,3 Milliarden US-Dollar zu hohe Einnahmen verbucht. Im Jahr 2014 machte Toshiba knapp 300 Millionen US-Dollar Verlust, für das erste Fiskalhalbjahr 2015 sollen es bereits 740 Millionen US-Dollar sein.

Laut einem Medienbericht will sich der Mischkonzern aus der Produktion von Fernsehern zurückziehen. Die Fabriken im Ausland sollen verkauft werden, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Toshiba ist der drittgrößte Hersteller auf dem japanischen Markt nach Sharp und Panasonic. Toshiba lässt seine Fernseher hauptsächlich in Indonesien produzieren. Der Verkauf der Werke könnte bis Ende des Jahres angekündigt werden, hieß es. Toshibas Markenname Regza könne verkauft werden.

Abschied von immer mehr Konzernbereichen

Toshiba wolle laut einem weiteren Medienbericht seine Produktion von PCs und Notebooks ausgründen und sucht nach Partnern für den weiteren Betrieb. Der japanische Konzern soll mit Fujitsu und Unternehmen aus dem Ausland in Kontakt sein. Vaio, die frühere PC-Sparte von Sony, die nun mehrheitlich einem Investmentfond gehört, könnte sich an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligen. Toshiba, Fujitsu und Vaio sollen laut Nikkei die Zusammenlegung ihres PC-Geschäfts als wichtige Strategie sehen, um bei sinkenden Marktanteilen und Umsätzen zu überleben.

Toshiba-Chef Masashi Muromachi hatte zudem angekündigt , dass das Unternehmen erwäge, seine Chipsparte zu verkaufen. Zur Toshiba Semiconductor & Storage Products Company gehören etwa das LSI-, das RAM- und das Flash-Speicher-Geschäft. Die einstige DRAM-Abteilung hatte Toshiba schon 2001 an Micron verkauft, zuletzt ging die Kamerasensor-Sparte(öffnet im neuen Fenster) samt Fertigungsanlagen an Sony.

Nachtrag vom 22. Dezember 2015, 7:02 Uhr

Toshiba entlässt 7.800 Beschäftigte im Rahmen der Strukturierung, hauptsächlich ist der Bereich Consumer Electronics betroffen. Der Verlust beträgt 4,2 Milliarden US-Dollar.


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