Nicolas Peter: BMW droht säumigen Hybridfahrern mit gedrosseltem Motor
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Der BMW-Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter hat sich für strengere Kontrollmechanismen bei Plug-in-Hybridfahrzeugen ausgesprochen. In einem Interview mit der Zeit(öffnet im neuen Fenster) deutete der frühere Finanzvorstand an, dass Hersteller das Ladeverhalten von Kunden künftig nicht nur dokumentieren, sondern auch sanktionieren könnten.
Konkret nannte Peter eine technisch bereits umsetzbare Möglichkeit. Wer sein Auto nie an die Steckdose hänge, müsse mit einer reduzierten Motorleistung rechnen. Die Aussage zielt auf jene Fahrer, die staatliche Förderungen für Hybridmodelle in Anspruch nehmen, im Alltag jedoch ausschließlich mit dem Verbrennungsmotor unterwegs sind.
Kritik am EU-Verbrenner-Aus
Peter äußerte deutliche Vorbehalte gegenüber den Vorgaben aus Brüssel. Ein gesetzlich erzwungener Wandel führe seiner Einschätzung nach zu Verwerfungen am Markt. Vor 2035 sei ein Run auf Verbrenner zu erwarten, dem ein heftiger Nachfrageeinbruch folgen dürfte. Zehntausende Arbeitsplätze stünden dabei zur Disposition.
Auch den jüngsten Vorschlag der EU-Kommission, statt vollständiger Elektrifizierung künftig 90 Prozent zuzulassen, bewertete Peter zurückhaltend. Er bezeichnete den Entwurf als trojanisches Pferd. Im Kleingedruckten verberge sich etwa die Vorgabe, dass Firmen- und Mietwagen praktisch ausschließlich elektrisch betrieben werden sollen. Aus seiner Sicht handelt es sich dabei um ein Verbot durch die Hintertür.
Peter geht davon aus, dass im Jahr 2035 etwa die Hälfte der Kunden elektrisch fahren möchte. Eine Quote von 100 Prozent halte er bis dahin für unrealistisch, auch 90 Prozent dürften kaum erreichbar sein. Diese Einschätzung leitet er nach eigenen Angaben aus der aktuellen Nachfrageentwicklung ab.
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