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Nick Hayek: Swatch-Chef hat keine Angst vor der Apple Watch

Die Apple Watch wird erst irgendwann 2015 auf den Markt kommen, doch schon jetzt kritisiert Nick Hayek, Chef des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch, Apples Entwicklung. Derweil hat Apple neue Details zu seiner Uhr verraten.
/ Andreas Donath
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Apple Watch (Bild: Apple)
Apple Watch Bild: Apple

Nick Hayek ist ein guter Kenner der Uhrenindustrie und Chef von Swatch. Er verspricht sich keine Revolution seiner Branche durch Smartwatches und kritisiert besonders Apples Produktpolitik. Dem Handelsblatt sagte Hayek: "Unter Steve Jobs hätte es das nicht gegeben, dass Apple ein Produkt präsentiert, das noch gar nicht massentauglich ist."

Apple Watch – Live-Demonstration
Apple Watch – Live-Demonstration (13:28)

Apple hatte die Uhr im September 2014 vorgestellt , doch noch immer ist sie nicht erhältlich. Vermutlich waren es Probleme mit dem Lieferanten der Saphirglasabdeckungen , die in manchen Modellen verbaut werden, die einen früheren Start zum Weihnachtsgeschäft verdorben haben. Hayek denkt jedoch auch, dass Apple schon besonders früh der Konkurrenz und den Kunden habe zeigen müssen, dass das Unternehmen an einer Smartwatch arbeite: "Daran sehen Sie, unter welchem Druck selbst ein Gigant wie Apple steht."

Die Funktionen der Uhr, die Apple auf seiner Website jetzt noch einmal konkretisiert hat, enttäuschen Hayek . Im Sommer 2015 will Swatch eine eigene Smartwatch auf den Markt bringen. Was sie können wird, und was sie kostet, ist noch nicht bekannt.

Vor Apples Watch fürchtet sich Hayek nicht. Er erwartet keine Umsatzeinbußen, sondern eher einen Schub für die eigenen Geschäfte. "Meine Erwartung ist, dass viele dieser Kunden irgendwann eine richtige Uhr kaufen."

Nach Informationen des Handelsblatts erwarten Analysten von Morgan Stanley, dass Apple 2015 rund 30 Millionen Exemplare der Smartwatch verkaufen werde.

Apple schreibt auf der Website zu der neuen Uhr, dass die Zifferblätter(öffnet im neuen Fenster) nicht nur die Uhrzeit und das Datum, sondern je nach Variante auch zusätzliche Informationen anzeigen werde, ohne dass der Anwender die Uhr bedienen müsse. Das kann beispielsweise Samsungs Gear S auch. Telefonieren wird der Nutzer mit der Apple Watch allerdings nur in Verbindung mit einem iPhone. Die Uhr besitzt Lautsprecher und Mikrofon, so dass das Smartphone in der Tasche verbleiben kann. Die Sportfunktionen(öffnet im neuen Fenster) erfassen die Bewegungen und den Puls. Der Anwender erhält zudem Statistiken auf der Uhr und kann auch auf dem Smartphone oder Tablet seine Werte ansehen und auswerten lassen.

Die Anbindung ans iPhone geschieht über Bluetooth(öffnet im neuen Fenster) . Darüber kann die Uhr auch online gehen. Wasserdicht ist die Uhr nicht, aber immerhin gegen Spritzwasser geschützt. Apple will die Smartwatch in zwei unterschiedlichen Größen (38 und 42 mm Diagonale) anbieten. Das Display der kleineren Version erreicht 272 x 340 Pixel Auflösung, während das größere Modell auf 312 x 390 Pixel kommt.

Die Apple Watch(öffnet im neuen Fenster) soll mindestens 350 US-Dollar kosten. Sie ist nur mit dem iPhone 6, dem iPhone 6 Plus, dem iPhone 5, dem iPhone 5C sowie dem iPhone 5S kompatibel.


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