Nicht von Google: Polizei tarnt eigenes Auto als Street-View-Kamerawagen

Besonders clever wollten offenbar Polizisten in Philadelphia sein: Einen ihrer zur Verkehrsüberwachung genutzten SUVs tarnten sie als Kamerawagen von Googles Street View. Einem Passanten kamen die Kameras auf dem Dach jedoch verdächtig vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Das ist das Original: ein Street-View-Fahrzeug von Google
Das ist das Original: ein Street-View-Fahrzeug von Google (Bild: Karen Bleier/AFP/Getty Images)

Einige Polizisten der US-Metropole Philadelphia waren sicherlich begeistert von ihrem Einfallsreichtum. Denn um ihre Verkehrsüberwachung mit Kameras, die Nummernschilder aufnehmen, unauffälliger zu gestalten, klebten sie große Aufkleber mit dem Logo und dem Schriftzug von Google Maps auf den genutzten SUV. Kameras auf dem Dach, Google-Aufkleber an der Seite - fertig ist die ideale Tarnung als Street-View-Kamerawagen.

Kameras erinnerten nicht an Googles Autos

Stellenmarkt
  1. Technical Consultant ServiceNow (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München
  2. ERP-Berater im militärischen Bereich (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Koblenz
Detailsuche

Einem Passanten kam die ganze Konstruktion jedoch verdächtig vor. Sie erinnerte ihn überhaupt nicht an die bekannten Bilder von Street-View-Fahrzeugen. Auch die Zulassungsgenehmigung im Fenster des Wagens sah wenig nach Google aus - stattdessen wiesen sie das Fahrzeug als Besitz der Stadt Philadelphia aus.

Wie Motherboard berichtet, gestaltete sich die Suche nach dem Betreiber des Wagens nicht ganz einfach. Der Verwalter der städtischen Fahrzeuge konnte die Staatspolizei und die Verkehrsbehörde ausschließen. Auch Google erklärte schnell, dass der Wagen kein Street-View-Kameraauto sei.

Schließlich gab die städtische Polizei von Philadelphia zu, dass das Fahrzeug von ihr stamme. In einer Erklärung sagte ein Sprecher, dass die Aufkleber ohne Wissen der Vorgesetzten angebracht worden seien. Nachdem der Fall bekannt wurde, hätten die betroffenen Beamten die Google-Symbole sofort entfernen müssen.

Kameras können Nummernschilder erfassen und zuordnen

Dass Google nicht mit einem derartigen Überwachungsfahrzeug in Verbindung gebracht werden möchte, kam den Beamten offenbar nicht in den Sinn. Mit einer Kamera, wie sie auf den Autos montiert war, lassen sich pro Sekunde mehrere Nummernschilder erfassen und mit weiteren Daten speichern. Das dient unter anderem der Suche nach gestohlenen Autos oder - in den USA beispielsweise - dem Aufspüren von Fahrzeugen, die keine Maut gezahlt haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neues Betriebssystem von Microsoft
Wir probieren Windows 11 aus

Windows 11 ist bereits im Umlauf. Wir haben die Vorabversion ausprobiert und ein schickes OS durchstöbert. Im Kern ist es aber Windows 10.
Ein Hands-on von Oliver Nickel

Neues Betriebssystem von Microsoft: Wir probieren Windows 11 aus
Artikel
  1. Niedrige Inzidenzen: Homeoffice-Pflicht soll am 30. Juni enden
    Niedrige Inzidenzen
    Homeoffice-Pflicht soll am 30. Juni enden

    Die allgemeine Pflicht zum Homeoffice soll Ende des Monats fallen. Coronatests sollen aber weiterhin in Betrieben angeboten werden.

  2. Nach Juni 2022: Europäische Union will freies Roaming verlängern
    Nach Juni 2022
    Europäische Union will freies Roaming verlängern

    Die Regelung vom Juni 2017 soll verlängert und verbessert werden. Ein Ende von 'Roam like at home' wäre undenkbar.

  3. Websicherheit: Wie KenFM von Anonymous gehackt wurde
    Websicherheit
    Wie KenFM von Anonymous gehackt wurde

    Die Webseite AnonLeaks berichtet, wie das Defacement von KenFM ablief: durch abrufbare Backupdaten und das Wordpress-Plugin Duplicator Pro.
    Von Hanno Böck

masel99 18. Mai 2016

Nun bin ich also unglaubwürdig ich (und andere) eine andere Meinung vertreten oder wie...

Tobias Claren 18. Mai 2016

WIe wäre es, keine eigenen Aussagen in Zitate von mir zu schmuggeln. Wer hat den debilen...

plutoniumsulfat 15. Mai 2016

Ja, vor einigen Jahrzehnten vielleicht mal. Das tut aber trotzdem nichts zur Sache.

Der Rechthaber 15. Mai 2016

Mehr nicht.

Anonymer Nutzer 15. Mai 2016

Das hat im ernstfall ein gericht zu entscheiden, wie bei so vielen dingen.


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Dualsense Midnight Black + Ratchet & Clank Rift Apart 99,99€ • Saturn Super Sale (u. a. Samsung 65" QLED (2021) 1.294€) • MSI 27" FHD 144Hz 269€ • Razer Naga Pro Gaming-Maus 119,99€ • Apple iPad Pro 12,9" 256GB 909€ [Werbung]
    •  /