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Nicht von Google: Polizei tarnt eigenes Auto als Street-View-Kamerawagen

Besonders clever wollten offenbar Polizisten in Philadelphia sein: Einen ihrer zur Verkehrsüberwachung genutzten SUVs tarnten sie als Kamerawagen von Googles Street View. Einem Passanten kamen die Kameras auf dem Dach jedoch verdächtig vor.
/ Tobias Költzsch
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Das ist das Original: ein Street-View-Fahrzeug von Google (Bild: Karen Bleier/AFP/Getty Images)
Das ist das Original: ein Street-View-Fahrzeug von Google Bild: Karen Bleier/AFP/Getty Images

Einige Polizisten der US-Metropole Philadelphia waren sicherlich begeistert von ihrem Einfallsreichtum. Denn um ihre Verkehrsüberwachung mit Kameras, die Nummernschilder aufnehmen, unauffälliger zu gestalten, klebten sie große Aufkleber mit dem Logo und dem Schriftzug von Google Maps auf den genutzten SUV. Kameras auf dem Dach, Google-Aufkleber an der Seite – fertig ist die ideale Tarnung als Street-View-Kamerawagen.

Kameras erinnerten nicht an Googles Autos

Einem Passanten kam die ganze Konstruktion jedoch verdächtig vor(öffnet im neuen Fenster). Sie erinnerte ihn überhaupt nicht an die bekannten Bilder von Street-View-Fahrzeugen. Auch die Zulassungsgenehmigung im Fenster des Wagens sah wenig nach Google aus – stattdessen wiesen sie das Fahrzeug als Besitz der Stadt Philadelphia aus.

Wie Motherboard(öffnet im neuen Fenster) berichtet, gestaltete sich die Suche nach dem Betreiber des Wagens nicht ganz einfach. Der Verwalter der städtischen Fahrzeuge konnte die Staatspolizei und die Verkehrsbehörde ausschließen. Auch Google erklärte schnell, dass der Wagen kein Street-View-Kameraauto sei.

Schließlich gab die städtische Polizei von Philadelphia(öffnet im neuen Fenster) zu, dass das Fahrzeug von ihr stamme. In einer Erklärung sagte ein Sprecher, dass die Aufkleber ohne Wissen der Vorgesetzten angebracht worden seien. Nachdem der Fall bekannt wurde, hätten die betroffenen Beamten die Google-Symbole sofort entfernen müssen.

Kameras können Nummernschilder erfassen und zuordnen

Dass Google nicht mit einem derartigen Überwachungsfahrzeug in Verbindung gebracht werden möchte, kam den Beamten offenbar nicht in den Sinn. Mit einer Kamera, wie sie auf den Autos montiert war, lassen sich pro Sekunde mehrere Nummernschilder erfassen und mit weiteren Daten speichern. Das dient unter anderem der Suche nach gestohlenen Autos oder – in den USA beispielsweise – dem Aufspüren von Fahrzeugen, die keine Maut gezahlt haben.


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