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Nicht nur Veracrypt: Auch VPN-Entwickler von Microsoft ausgesperrt

Die Entwickler von Veracrypt , Wireguard und Windscribe können wegen gesperrter Microsoft-Accounts keine Updates bereitstellen. Microsoft reagiert.
/ Marc Stöckel
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Microsoft hat mehrere Entwickler aus ihren Konten ausgesperrt. (Bild: DOMINICK REUTER/AFP via Getty Images)
Microsoft hat mehrere Entwickler aus ihren Konten ausgesperrt. Bild: DOMINICK REUTER/AFP via Getty Images

Offenkundig hat nicht nur der Veracrypt-Entwickler Probleme mit dem Zugriff auf sein Microsoft-Konto. Auch die Entwickler der VPN-Software Wireguard sowie des VPN-Dienstes Windscribe bestätigen auf X, aus ihren Accounts ausgesperrt worden zu sein. Sie können dadurch keine neuen Treiber signieren. Nutzern bleiben folglich wichtige Updates verwehrt. Doch eine Lösung ist in Sicht.

Beide Entwickler fühlten sich durch den kürzlich bekannt gewordenen Vorfall bei Veracrypt ermutigt, mit ihren Account-Blockaden ebenfalls an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Wireguard-Entwickler Edge Security schreibt etwa(öffnet im neuen Fenster) , er habe zahlreiche Verbesserungen an seiner Software vorgenommen, deren Veröffentlichung werde jedoch von Microsoft blockiert.

Zwar habe der Entwickler beim Microsoft-Support ein Beschwerdeverfahren eingeleitet, jedoch sei ihm kürzlich mitgeteilt worden, dass es dafür eine 60-tägige Bearbeitungsfrist gebe. "Das ist ein bisschen verrückt, denn was wäre, wenn es eine kritische Ring-0-RCE-Sicherheitslücke gäbe, die in freier Wildbahn ausgenutzt würde und sofort gepatcht werden müsste?" , gibt Edge Security zu bedenken.

Konten werden wieder entsperrt

Der Wireguard-Entwickler wartet nach eigenen Angaben nun schon seit zwei Wochen auf die Bearbeitung seines Supporttickets. Bei dem Entwickler von Windscribe lief es hingegen ähnlich ab wie bei Veracrypt : "Wir versuchen schon seit über einem Monat, das Problem zu lösen, kommen aber nicht weiter. Der Support ist nicht existent" , schreibt er auf X(öffnet im neuen Fenster) .

Offenbar zeigt die Berichterstattung über die Kontosperrungen jetzt aber eine Wirkung. Microsoft-Manager Scott Hanselman erklärte auf X(öffnet im neuen Fenster) , er habe die betroffenen Entwickler persönlich kontaktiert, um ihre Konten wieder freizugeben. Ursache sollen ausgebliebene Account-Verifizierungen gewesen sein, über deren Notwendigkeit Microsoft die Entwickler schon seit Oktober 2025(öffnet im neuen Fenster) per E-Mail aufgeklärt haben soll.

Die Entwickler von Veracrypt und Wireguard betonten jedoch beide, keinerlei Vorwarnung erhalten zu haben. "Microsoft hat mir diesbezüglich überhaupt keine Benachrichtigung geschickt. Ich habe jeden Posteingang, jeden Spam-Ordner und jedes E-Mail-Protokoll durchforstet, und nichts, gar nichts" , erklärte der Wireguard-Entwickler Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) .

Nachtrag vom 9. April 2026, 13:01 Uhr

Passmark Software, der Entwickler des populären Speichertestprogramms Memtest86, ist ebenfalls von einer Microsoft-Accountsperre betroffen. "Das ist schon etwas ironisch, da Microsoft Memtest86 zur Validierung und zum Testen seiner Surface-Laptops verwendet" , schreibt dieser auf X(öffnet im neuen Fenster) .


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