Nicht nur iOS-Apps: Apples Swift soll auf Servern laufen

Die ursprünglich von Apple für iOS-Apps initiierte Programmiersprache Swift soll künftig auch als Serverplattform unterstützt werden. Davon sollen bereits existierende Web-Frameworks profitieren, das Team orientiert sich klar an Node.js.

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Swift segelt künftig auch zuverlässig auf dem Server.
Swift segelt künftig auch zuverlässig auf dem Server. (Bild: Tristan Ferne/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Seit knapp einem Jahr steht die Programmiersprache Swift als Open Source bereit. Die anfänglich von Apple zum Erstellen von iOS-Apps gedachte Sprache läuft seitdem auch auf Linux, was zur Verwendung von Swift im Serverbereich führte sowie zum Erstellen einiger Web-Frameworks. Um das bereits entstandene Ökosystem zu fördern und wohl auch um die Arbeit zu konsolidieren, damit nicht zu viel Durcheinander entsteht, bekommt Swift eine Arbeitsgruppe, die explizit Server-APIs für die Sprache erstellen soll.

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Der Ankündigung zufolge soll diese Arbeitsgruppe sämtlichen am Servereinsatz von Swift Interessierten als gemeinsamer Anlaufpunkt dienen. Ziel sei es, neue Schnittstellen zu erstellen, die typische Low-Level-Funktionen auf Servern bieten. Damit sollen vor allem die bisher noch notwendigen Abhängigkeiten zu vielen plattformspezifischen Bibliotheken in C überwunden werden. Das Team erhofft sich davon eine weitere Verbreitung von Swift im Servereinsatz, da Entwickler so wesentlich weniger tiefgreifende Kenntnisse von der Systemprogrammierung verschiedener Plattformen haben müssen.

Orientierung am Minimalismus von Node.js

Die Gruppe will sich zunächst auf typische und die grundlegend notwendigen Funktionen konzentrieren, wie aus ihrem Plan hervorgeht. Dazu gehört etwa die Netzwerkkommunikation über Sockets auf Basis von TCP/IP oder UDP. Ebenso sollen IPv4 und IPv6 unterstützt werden sowie die Namensauflösung.

Kryptographische Funktionen und Cipher Suites sollen ebenfalls genutzt werden können, um verschlüsselte Kommunikation auf Basis von TLS durchzuführen. Geplant its zudem die Möglichkeit zum HTTP-Parsing, was auch für das vergleichsweise neue HTTP/2 gelten soll. Letztlich sollen so Websockets unterstützt werden können.

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Offensichtlich fokussiert sich das Team damit zunächst auf das absolut notwendige Minimum eines für Server gedachten Einsatzes der Sprache. Wie das weit verbreitete Node.js, das eine serverseitige Umgebung für Javascript bereitstellt, sollen die Server-APIs von Swift also nur als Basis von Web-Frameworks und ähnlichen Projekten dienen. Ob Swift damit aber ähnlich erfolgreich wird wie Node.js, muss sich wohl erst noch zeigen.

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