"Nicht mehr der Hauptort": Xing schaltet Gruppen-Funktion ab

Ab 2023 werden Funktionen von Xing deaktiviert, weil sie nicht mehr ausreichend genutzt werden. Das Unternehmen will sich neu fokussieren.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Petra von Strombeck ist CEO von Xings Muttergesellschaft.
Petra von Strombeck ist CEO von Xings Muttergesellschaft. (Bild: New Work)

Xing schaltet seine Gruppen- und Eventfunktionen zum 11. Januar 2023 ab. Das hat das Unternehmen mit Sitz in Hamburg in diesem Monat angekündigt. Als Grund gibt Xing eine bereits 2021 begonnene Neuausrichtung der Plattform an. Man wolle nicht mehr Netzwerk für berufliche Kontakte sein, sondern den Fokus "auf die Themen Berufsorientierung und Job- Zufriedenheit" legen.

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Das Unternehmen beantwortet selbst einige Fragen der Nutzer in einer FAQ zu dem Thema. Alle in Gruppen hinterlegten Daten werden nach der Abschaltung am 11. Januar 2023 nach der DSGVO gelöscht, sagt Xing. Eigene Beiträge können per Datenauskunft gesichert werden. Man habe alle Geschäftsbereiche und Dienstleistungen von Xing "überprüft und hinterfragt" und im Fall der Gruppen festgestellt, "dass sie nicht mehr der Hauptort sind, an dem die meisten Diskussionen auf Xing stattfinden." Deshalb habe das Unternehmen sich dazu entschlossen, sie einzustellen und sich stattdessen auf die Entwicklung neuer Produkte zu konzentrieren.

Eine Alternative zu den Gruppen ist nicht geplant.

Einige Nutzer reagierten mit Entsetzen auf die Entscheidung. Marcus Reif, Direktor für Human Resources bei der Hyundai Capital Bank Europe, schrieb auf Twitter: "Xing schafft sich ab." Weitere Nutzer teilen in dem sozialen Netzwerk Screenshots ihrer Accounts, die sie bereits jetzt deaktivieren oder löschen.

Die Umstellung wird vor allem Xing-Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen. Mehr als 80 Prozent der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 kamen aus Deutschland, über 90 Prozent aus der DACH-Region. Im ersten Halbjahr 2022 konnte Xing laut aktuellem Quartalsbericht ein Umsatzwachstum von 12 Prozent verzeichnen. New-Work-CEO Petra von Strombeck sagte, die "neue strategische Ausrichtung trägt erfreuliche Früchte". New Work ist die Muttergesellschaft von Xing und betreibt auch die Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu sowie die Jobvermittlung Honeypot.

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Kein Kostverächter 25. Aug 2022 / Themenstart

Wer so argumentiert hat Mailinglists nichtverstanden.

minnime 24. Aug 2022 / Themenstart

Dabei war StudiVZ aber wesentlich geiler als Facebook. Bei StudiVZ waren die Leute noch...

SirCatFish 23. Aug 2022 / Themenstart

Nachdem ich den Artikel gelesen habe, war der erste Reflex ähnlich den anderen Themen zu...

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