S-Trust nicht konkurrenzfähig: Sparkasse stellt eigenen Passwortmanager ein

Die Sparkasse stellt ihren eigenen Dokumenten- und Passwortmanager S-Trust zum 31. März 2026 ein. Das geht aus einer Meldung auf der Webseite des Projektes(öffnet im neuen Fenster) hervor. Nutzer wurden demnach bereits mit einem Kündigungsschreiben über die Einstellung informiert. Alle laufenden Verträge sollen bereits zum 30. Januar enden. Anwender haben aber noch bis Ende März Zeit, auf Alternativen umzusteigen.
Der Zugriff auf die bei S-Trust gespeicherten Daten soll noch bis zum 31. März möglich sein. Ab April entfällt diese Möglichkeit aber. Wer seine Daten bis dahin nicht gesichert hat, muss mit einem Datenverlust rechnen, da dann alle verbleibenden Daten gelöscht werden sollen.
Bisher bewarb die Sparkasse(öffnet im neuen Fenster) S-Trust als "intelligenten Dokumenten- und Passwortmanager" und versprach "höchste Datensicherheit" . Mit S-Trust sollten sich "bequem hochsichere Passwörter erstellen und diese überall automatisch ausfüllen" sowie wichtige Unterlagen "sicher und digital" speichern lassen. Doch damit ist nun offenkundig Schluss.
S-Trust-Betrieb wirtschaftlich nicht tragfähig
Die Gründe für die Einstellung des Dienstes werden auf der S-Trust-Webseite nicht näher erläutert. Auf der Seite der Sparkasse Köln-Bonn(öffnet im neuen Fenster) heißt es jedoch, S-Trust habe sich "in einem stark umkämpften Markt mit internationalen Wettbewerbern nicht dauerhaft durchsetzen" können. Ein wirtschaftlich tragfähiger Weiterbetrieb sei daher nicht möglich.
Bei Google Play(öffnet im neuen Fenster) kommt die S-Trust-App immerhin auf über 100.000 Downloads und eine Bewertung von 4,1 Sternen. In Apples App Store(öffnet im neuen Fenster) sind es sogar 4,6 Sterne. Die Nutzer müssen sich nun nach Alternativen umsehen. Die Sparkasse empfiehlt diesbezüglich Securesafe von der Schweizer DSwiss AG, die wohl bisher auch als Dienstleister für S-Trust auftrat.
Den Angaben zufolge bietet das Unternehmen eine technische Transfermöglichkeit, die den Umzug von S-Trust auf Securesafe vereinfachen soll. Anwender brauchen dafür lediglich ein eigenes Securesafe-Konto und können ihre Daten dort anschließend automatisch importieren lassen. Eine Anleitung dafür ist in der Meldung der Sparkasse Köln-Bonn(öffnet im neuen Fenster) zu finden.



