Nicht in Arizona: TSMC plant wohl zweiten US-Standort
Nach langem Zögern baut TSMC, der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, seine Präsenz außerhalb Taiwans zunehmend aus. Laut einem Bericht der taiwanesischen Tageszeitung United Daily News (UDN)(öffnet im neuen Fenster) plant der Konzern ein weiteres Großprojekt: In den USA sollen sechs neue Halbleiterwerke (Fabs) gebaut werden. Allerdings will TSMC wohl einen zweiten Standort bei Dallas, Texas, aufbauen.
Die Zeitung beruft sich dabei auf Quellen aus der Zuliefererindustrie. TSMC selbst bezog zu den Plänen noch nicht Stellung. Auch soll noch keine finale Standortentscheidung getroffen worden sein. Der Großraum Dallas wäre aber naheliegend, da hier bereits ein umfangreiches Ökosystem an Zulieferern und Fabs existiert. Samsungs US-Fab liegt in Texas, auch SpaceX' Terafab (g+) soll in dem Bundesstaat gebaut werden.
Am bereits existierenden Standort in Arizona plant TSMC aktuell den Bau von zehn Halbleiter- sowie zwei Advanced-Backend-Fabs für das Packaging. Dafür sind 265 Milliarden US-Dollar veranschlagt(öffnet im neuen Fenster). Der Campus in Texas soll noch teurer werden. Das ist wenig verwunderlich, da dieser modernere Prozesse fertigen wird, was mit jeder Generation teurer wird.
Druck von Trump
Die Gründe für die Entscheidung, einen weiteren Standort in den USA aufzubauen, sollen vielfältig sein. Einerseits befindet sich dort der Großteil von TSMCs, die entsprechende Nachfrage ist also da.
Die Trump-Regierung soll aber auch wieder einmal ein Angebot gemacht haben, welches der Konzern nicht ablehnen konnte – mit neuen Zolldrohungen soll ein Ausbau der US-Fertigung gefordert worden sein.
Zudem stößt TSMC in Taiwan beim Ausbau wohl an Grenzen, Bauland soll knapp werden und die Energieversorgung zunehmend zum Problem. Auch in Arizona soll noch nicht alles rund laufen, hier stellt die Wasserversorgung ein Problem dar, Fachkräfte sollen ebenfalls noch immer fehlen.
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