Nicht-Abwerbe-Pakt: Apple und Google zahlen 415 Millionen Dollar an Beschäftigte
Apple, Google, Intel und Adobe zahlen deutlich mehr Geld, um einen möglichen milliardenschweren Rechtsstreit mit Tausenden Beschäftigten beizulegen. Der Betrag wurde von 324,5 Millionen US-Dollar auf 415 Millionen US-Dollar erhöht, wie das Wall Street Journal aus Gerichtsunterlagen berichtet(öffnet im neuen Fenster).
Bei dem Verfahren geht es um Absprachen zwischen den Unternehmen aus den Jahren 2005 bis 2009, um Beschäftigte nicht gegenseitig abzuwerben. Die früheren und noch aktiven Mitarbeiter erklärten, die Absprachen hätten ihnen die Möglichkeit auf höhere Einkommen genommen. Der Sammelklage schlossen sich rund 64.000 Betroffene an und forderten eine Summe von 3 Milliarden US-Dollar.
Softwareentwickler begann die Sammelklage
Ein Softwareentwickler hatte dann im Mai 2011 eine Sammelklage gegen die Firmen eingereicht, weil die ein Kartell gebildet hätten, um durch das Abkommen gegen Abwerbungen die Personalkosten möglichst gering zu halten. Wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht hatte das US-Justizministerium ermittelt.
Die Konzerne und die Kläger handelten im April den Betrag von 324,5 Millionen US-Dollar aus, um den Streit ohne einen Prozess beizulegen. Nach Abzug der Anwaltshonorare von rund 81 Millionen US-Dollar und weiterer Kosten bliebe für jeden Klagenden nur ein Betrag von unter 4.000 US-Dollar, dies sei zu wenig, erklärte Richterin Lucy Koh, die die Einigung ablehnte.
Durch die Erhöhung könnte jeder aus der Sammelklage 5.000 US-Dollar erhalten. Mit der Zahlung ist für die Konzerne kein Schuldeingeständnis verbunden, so Intel-Sprecher Chuck Mulloy.
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