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Niantic: Pokémon-Go-Macher offenbar vor Milliardendeal

Das Entwicklerstudio Niantic will sich offenbar von seinen Spielen trennen – inklusive Pokémon Go. Hinter dem Käufer steckt Saudi-Arabien.
/ Peter Steinlechner
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Pokémon Go im Einsatz (Bild: Jean Chung/Getty Images)
Pokémon Go im Einsatz Bild: Jean Chung/Getty Images

Nach langer Pause steht die Spielebranche möglicherweise wieder vor einem milliardenschweren Deal: Das aus San Francisco stammende Unternehmen Niantic möchte laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) seine Aktivitäten rund um Gaming an den bisherigen Konkurrenten Scopely verkaufen, der seinen Sitz in der Nähe von Los Angeles hat.

Die Transaktion soll eine Größenordnung von rund 3,5 Milliarden US-Dollar haben. Scopely wurde 2023 für rund 4,9 Milliarden US-Dollar von der Savvy Games Group übernommen, die wiederum vollständig dem saudi-arabischen Staatsfond Public Investment Fund (PIF) gehört.

Niantic wurde ursprünglich als Tochterfirma von Google gegründet, ist seit 2015 aber selbständig. Ein Jahr später veröffentlichte es mit Pokémon Go das erste erfolgreiche Augmented-Reality-Spiel – der Titel brachte damals viele Millionen Fans auf die Straßen der Welt, um Pikachu und seine Freunde zu sammeln.

Harry Potter Go war ein Flop

Später veröffentlichte Spiele mit ähnlicher Grundidee kamen trotz teurer Lizenzen längst nicht so gut an. Ein auf der Welt von Harry Potter basierender Titel namens Wizards Unite etwa wurde nach weniger als drei Jahren wieder eingestellt. Neben Pokémon Go sind derzeit noch Ingress und Pikmin Bloom aktiv.

Pokémon Go – Test-Fazit
Pokémon Go – Test-Fazit (02:12)

Bislang äußerte sich keines der genannten Unternehmen öffentlich zu dem Bericht. Laut Bloomberg wird es wohl noch ein paar Wochen bis zu einem Abschluss des Deals dauern.

Niantic dürfte sich nach dem Abschied von der Spielebranche darauf konzentrieren, sein globales Augmented-Reality-Netzwerk mit anderen Anwendungen zu vermarkten, etwa mit Werbung oder Social-Media-Funktionen.


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