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Der Bahnhof wird zweistöckig

Einen NGT gibt es nicht nur für den Güterverkehr. Angefangen haben die DLR-Forscher mit einem Personenzug, dem Hochgeschwindigkeits­-Triebwagenzug (NGT HST). Dieser soll nur noch zwischen großen Knotenbahnhöfen verkehren. Kleinere, weniger schnelle Züge, NGT Link genannt, sollen Passagiere aus dem Umland zu diesem bringen, wo sie dann in den NGT HST umsteigen.

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Die Knotenbahnhöfe werden nicht mehr viel mit den heutigen gemeinsam haben: Sie sind vertikal in mehreren Ebenen aufgebaut, die durch Rolltreppen und Fahrstühle verbunden sind. So soll Hetzen und Drängeln durch enge Unterführungen, um den Anschlusszug zu erreichen, entfallen.

Die Bahnsteige werden zweistöckig sein, damit die Fahrgäste in den Wagen keine Treppen mehr steigen müssen. Statt nur auf einer, wird es auf jeder Seite des Zugs einen Bahnsteig geben: Auf der eine Seite steigen die Fahrgäste ein, auf der anderen aus. Nur so ließe sich bei einem Zug mit einem Fassungsvermögen von 800 Passagieren ein Aufenthalt im Bahnhof von zweieinhalb Minuten verwirklichen, sagt Winter.

"Das Prinzip haben wir vor ein paar Jahren angefangen auf den Güterverkehr zu übertragen", erzählt der DLR-Forscher. Heißt: Auch die Güterzüge werden zwischen großen Knotenpunkten verkehren, Logistikzentren, wo die Wagen be- und entladen - wenn es geht automatisiert - und für die Fahrt zusammengestellt werden.

Wie die Personenbahnhöfe sollen auch die Knotenbahnhöfe zweistöckig abgefertigt werden. Auf beiden Seiten neben den Schienen werden Hochregallager stehen, die auf der jeweils anderen Seite von Lkw oder anderen Transportern angefahren werden können. So soll das Laden effizient und ohne große Wege abgewickelt werden. Außerdem sei es so möglich, einen Liniengüterverkehr umzusetzen, erklärt Winter.

Der Waggon fährt sich selbst ans Ziel

Die Züge können an einem Knotenbahnhof aber auch geteilt werden. Den Part des NGT Link übernehmen dann die Waggons: Sie fahren nach dem Abkoppeln selbstständig zu ihrem Zielort. Denkbar sei, dass sich große Unternehmen ein eigenes Terminal samt Ladevorrichtung bauen, so dass die Waren direkt in die Produktion einliefen, sagt Winter. "Wir können bei VW oder einer anderen Firma dann vollautomatisch quasi bis zum Roboter liefern."

  • Eher ICE als Güterzug: der NGT Cargo (Bild: DLR)
  • Der Zug fährt automatisiert. Jeder Wagen hat eine Antrieb und kann selbst fahren. (Bild: DLR)
  • In speziellen Terminals erfolgt das Be- und Entladen automatisiert. (Bild: DLR)
  • So soll der Hochgeschwindigkeitszug für den Personenverkehr der Zukunft aussehen. (Bild: DLR, CC-BY 3.0)
In speziellen Terminals erfolgt das Be- und Entladen automatisiert. (Bild: DLR)

Anders als ein heutiger Güterzug braucht ein NGT Cargo keine Rangierlokomotive für das aufwendige Zusammenstellen oder Trennen. Die Wagen sind angetrieben - der Strom kommt aus Akkus - und finden ihren Weg selbst. Für das Entkoppeln haben die DLR-Forscher eine Weiche entwickelt, die unter dem Zug umgelegt werden kann. Per Funkchip bekommt sie mitgeteilt, wo ein Wagen hin soll. Sie schaltet die Stellelemente so, dass sie vom nächsten Radsatz umgestellt werden. Damit die Wagen nicht entgleisen, haben sie eine neuartige Kupplung. Diese öffnet sich seitlich, wenn die Züge auf verschiedene Gleise gelenkt werden und in verschiedene Richtungen fahren.

Ist ein Zug zusammengestellt, macht er sich auf den Weg zum nächste Knotenpunkt, wobei ein NGT HST einen Triebwagenführer braucht. Der Güterzug hingegen kommt ohne Triebwagenführer aus, er soll automatisiert fahren. Ganz auf sich gestellt soll er aber nicht sein: Das DLR will ein Kontrollzentrum einrichten, von dem aus die Züge fernüberwacht werden. Ein Zugführer könnte dann fünf oder sechs Züge überwachen.

Gekoppelt werden die Züge aber nicht nur real.

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 NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/hZüge fahren Konvoi 
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Sam Moon 19. Nov 2018

Dass man keine Überlebende zu erwarten hat.

beuteltier 15. Nov 2018

Etwas in der Art vermutete ich, war mir aber nicht sicher. (Daher die schwammige...

yoyoyo 15. Nov 2018

Die erste ernsthafte Strecke ist in 15 Jahren fertig und extrem teuer. (liegt nicht...

matzems 13. Nov 2018

ICE 250 und Regional und Güterzüge 160km/h durchgängig wäre ein kleiner Schritt für die...

JohnDoeJersey 12. Nov 2018

Die deutschen Fehlschläge mit der Neigetechnik waren 10-20 Jahre bevor andere Länder...


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