NFT vom BND: Das steckt hinter den Dogs of BND
Der Bundesnachrichtendienst will mit einer NFT-Schnitzeljagd IT-Fachkräfte anwerben. Umsatz 1,69 Euro, Kosten unbekannt.
BND und NFT, das reimt sich, aber passt es auch zusammen? Ja, glaubt der Bundesnachrichtendienst und will mit seiner eigenen Sammlung digitaler Hundebilder keine Millionen scheffeln, sondern ITler anlocken und sich als moderner Arbeitgeber präsentieren. Kann das klappen?
- NFT vom BND: Das steckt hinter den Dogs of BND
- Wer verdient an den Dogs of BND?
Am 5. Juni 2023 postete der Auslandsnachrichtendienst auf seinem Instagram-Account eine "Blockchain-Challenge". Die Adresse 0x6E02ffa16171ac74dC1688480A1F703C23994f3D diente als Startpunkt für eine Schnitzeljagd über die Ethereum-Blockchain.
Die Belohnung? Die Chance, ein NFT zu erwerben – zu einem "symbolischen Preis", wie der BND versicherte. Den Kommentaren nach brauchten Follower des BND zwischen zwei Minuten und zwei Stunden, um das Rätsel zu lösen. Rund 200 Besitzer gibt es nun – die ihre NFTs teilweise mit einem deutlichen Profit weiterverkaufen.
Was sind die Dogs of BND?
Die NFT-Kollektion Dogs of BND (parallel zum Hashtag, unter dem der BND echte Hundefotos teilt) besteht aus 999 "einzigartigen, computergenerierten Hundebildern".
Ästhetisch angelehnt an bekanntere Sammlungen wie den Bored Ape Yacht Club oder die Cryptopunks unterscheiden sich die ähnlichen Comic-Illustrationen vor allem in Hintergrundfarbe und Accessoires. So tragen einige der anthropomorphen Hunde Mützen mit BND-Logo, Cyber-Hoodies oder 3D-Brillen – teilweise sogar direkt angelehnt an den umstrittenen Bored Ape Yacht Club.
Benutzen kann man die NFTs bislang lediglich als Profilbild, ein weiteres Utility, wie es andere NFT-Projekte etwa als Zugang zu geschlossenen Communitys oder als Item in Computerspielen anbieten, gibt es momentan nicht. Das könnte sich aber ändern. "Es gibt schon weitere Überlegungen für weitere Blockchain-Rätsel und auch für erste Metaverse-Schritte", so der BND.
Warum veröffentlicht der BND ein NFT?
"Wir sind zukünftig weiter auf der Suche nach Nachwuchstalenten, die sich mit Cybersicherheit und insbesondere auch mit Blockchain- und Krypto-Technologien auskennen", sagte Isabelle Kalbitzer, die Pressesprecherin des BND.
"Mit unserer Blockchain-Challenge und unserer NFT-Kollektion wollten wir spielerisch darauf aufmerksam machen, dass der BND ein spannender Arbeitgeber ist, der innerhalb seines Auftrags auch in diesen Themenfeldern unterwegs ist", gibt der BND als Motivation für das Projekt an.
Die Zielgruppe der Aktion sind laut BND "Studierende und Young Professionals" aus dem MINT-Bereich. Mit der Aktion wolle man insbesondere "bei Krypto- und Blockchain-interessierten und -versierten Teilen der Zielgruppen" Aufmerksamkeit erzeugen. Dieses Ziel habe man angesichts der Berichterstattung erreicht.
Wie attraktiv die Verbindung von Blockchain und NFT für ITler wirklich ist, bleibt fraglich. So zeigten etwa Umfragen unter Spieleentwicklern immer wieder, dass diese die Technologie mit einer deutlichen Mehrheit ablehnen.
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SÜ nicht überstanden?
Du verstehst nicht richtig wie Blockchains funktionieren, oder? Natürlich können...
man möge mich bitte korrigieren, aber du hast zwei wege wie eine information sich...
Falsch. IT ist die Abkürzung für "Irgendwas mit Technik" :-)