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Nextticket mit Preisberechnung: VRR-Luftlinien-Tarif wird weiterentwickelt

Der VRR will seine flexible ÖPNV-Preisberechnung per Check-in und -out im Verbund weiterführen. Die Erfahrungen der ersten Testversion sollen für Pläne des Nextticket 2.0 verwendet werden. Außerdem wird auf ein Be-out-System gewechselt.

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Der neue RRX (Desiro High Capacity) in Essen kann ab 2020 auch mit dem Nextticket 2.0 genutzt werden.
Der neue RRX (Desiro High Capacity) in Essen kann ab 2020 auch mit dem Nextticket 2.0 genutzt werden. (Bild: VRR)

Der Test des Nextticket-Tarifs wird fortgeführt. Wie der ÖPNV-Zusammenschluss Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bekanntgab, gibt es nun Pläne für das Nextticket 2.0. Der Verbund hatte Anfang 2018 das erste Nextticket getestet, welches im VRR erstmals eine Berechnung des Preises auf der Basis der Luftlinie durchführte. Fahrgäste konnten optional also auf das Bezahlen von Waben oder Zonen verzichten, die prinzipbedingt nicht leistungsgerecht bezahlt werden.

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Genutzt wurde das System mit Hilfe eines Handytickets. Der Anwender musste sich einchecken und manuell auch wieder auschecken. Dem Fahrgast kann das jeweilige Tarifsystem dabei egal sein. Für Ortsfremde sind Tarifsysteme oft sehr komplex, da jeder Verbund bis hin zu Stadtgebieten seine Besonderheiten hat. Es ist prinzipiell eine sehr komfortable und preistransparente Möglichkeit, den ÖPNV zu nutzen. Das Nextticket brauchte aber ein Smartphone. Solche Systeme sind damit beispielsweise für ältere Nutzer, die nicht mit moderner Technik sozialisiert wurden, oft eine große Hürde.

Die nun gesammelten Erfahrungen will der VRR für das Nextticket 2.0 nutzen. Auf dieser Basis soll in den kommenden Monaten ein neuer E-Tarif entwickelt werden. Erste Veränderungen sind auch schon bekannt. So wechselt das System von einem Check-in-/Check-out-System (CiCo) auf ein Check-in-/Be-out-System (CiBo). Das System hat 2017 beispielsweise die Berliner BVG getestet. Im VRS-Verbund, in dem auch ein E-Tarif entwickelt wird, wird derzeit am CiCo-System festgehalten.

Die bisher vom VRR genutzte VDV-Kernapplikation als Hintergrundsystem spezifiziert beide Verfahren. CiBo bedeutet, dass das Hintergrundsystem erkennt, wenn eine Fahrt beendet wurde. Der Anwender bestimmt nur den Fahrtbeginn. Das muss nicht zwingend ein Smartphone voraussetzen. Laut dem E-Ticket-Deutschland-System braucht es nur ein geeignetes Trägermedium. Noch stehen die technischen Details aber nicht fest. Nextticket 2.0 soll als Test im ersten Halbjahr 2020 starten. Anschließend gibt es einen weiteren Markttest, bevor die Kunden dann vom alten Tarifsystem auf das CiBo-System wechseln können. Geplant ist, dass die Stadtwerke Neuss hier eine wichtige Rolle spielen werden.

Interessant ist, dass der VRR zusätzlich zum Luftlinientarif auch Preisdeckel und Rabattsysteme betrachten will, um die Attraktivität zu steigern. Auch hier gab es teilweise schon erste Tests in Nextticket 1.0. Zudem soll sich Nextticket nicht nur an Gelegenheitsfahrer wenden. Der VRR möchte zeitnah ein Produkt für Vielfahrer im E-Tarif umsetzen, das geht aus einer öffentlichen Vorlage hervor.

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MFGSparka 12. Jul 2019

Ganz blöd gesagt, weil möglichst günstig, immer noch kompliziert/komplex sein kann...

drunkenmaster 12. Jul 2019

Oder wie in ganz Japan mit den Icoca, Suica, Pasmo und ähnlichen Karten. Das System...

ZeldaFreak 11. Jul 2019

Würde ja eher Sinn machen, nicht die Preise der regulären Tickets zu überbieten. Habe...


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