Der schwierige Kampf gegen Mobbing und Fake News

Auch bei Nextdoor gab es immer wieder "warnende" Mitteilungen "besorgter Nachbarn" über Menschen, die "auffällig" um die Häuser streichen oder sich "merkwürdig" verhielten. Meist zeigten die Beschreibungen der "potenziellen Gefährder" schwarze Menschen, Obdachlose oder Drogenabhängige. Manchmal direkt mit heimlich aufgenommenem Foto und dem Hinweis "hier melden, wenn ihr den seht". Bereits im vergangenen Jahr hat Nextdoor die Funktion überarbeitet, mit der angebliche Verbrechen oder verdächtige Personen gemeldet werden können, nachdem das Netzwerk sich in San Franciscos Nachbarstadt Oakland Rassismus-Vorwürfen ausgesetzt sah. Damit habe sich die Zahl der substanzlosen Warn-Postings bereits deutlich verringert.

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Aber reicht das? Ein großer Vorteil, zumindest theoretisch, ist die persönliche Verifizierung durch Versenden einer Karte mit dem Zugangscode an eine echte Postadresse mit Namen. Somit ist die Urheberschaft eines Eintrags jederzeit nachvollziehbar. Bei jedem Posting muss zudem der reale Name angegeben werden. Doch das hindert Nachbarschaftsgruppen nicht daran, dass sie sich zusammenschließen und andere aussondern. Was früher der Blockwart oder der übereifrige Nachbarschaftswächter war, ist demnächst vielleicht der Nextdoor-Nachbar, der mit dem Smartphone in der Hand am Fenster lauert.

Immer mehr Commmunitys

Und Klarnamen bergen auch Gefahren: Jeder, der eine unliebsame Meinung zu einem Thema äußert, macht sich leichter angreifbar für Mobbing-Attacken. Für ein paar Dollar kann man in den USA alle online verfügbaren Angaben zu einer Person kaufen, Adresse und Telefonnummer inbegriffen.

Communitys sind das große Schlagwort für die Zukunft sozialer Netzwerke. Sie sollen das Gefühl der Vertrautheit und die Sicherheit der kleinen Gruppe in die Onlinewelt zurückbringen. Das hat auch Mark Zuckerberg jüngst wieder betont. Er will seine zwei Milliarden Mitglieder animieren, sich in Gemeinschaften zusammenzuschließen, die nach den traditionellen Mustern des gesellschaftlichen Zusammenlebens modelliert sind. Das können Nachbarschaften wie bei Nextdoor oder Interessensgruppen sein, wie bei Meetup.com. Aber bevor die grundlegenden Probleme der Online-Gemeinschaften nicht gelöst sind, kann man niemandem wirklich raten, sich allzu tief und persönlich zu engagieren oder zu offenbaren.

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Ex-Facebook-Manager Palihapitiya jedenfalls will in sozialen Medien nur noch "sehr wenig" unterwegs sein, und seine Kinder, sagt er laut CNBC, dürfen "diesen S*** überhaupt nicht nutzen".

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 Nextdoor: Das soziale Netzwerk für den Blockwart
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