Nextcloud Workspace: Ionos stellt Office-Alternative auf deutschen Servern vor

Der Webhoster Ionos, vormals 1&1, hat eine neue Alternative zu Microsoft Office angekündigt. Nextcloud Workspace(öffnet im neuen Fenster) basiert auf der namensgebenden Nextcloud-Open-Source-Software. Das Paket soll E-Mail-Postfach, Cloudspeicher und Office-Suite in einem bieten und wird laut Ionos auf europäischen Servern gehostet. Außerdem können Kunden auf KI-Systeme zugreifen, die aktuell Prompts beantworten und Bilder generieren können.
"Mit dem Ionos Nextcloud Workspace bieten wir erstmals eine wirklich souveräne Kollaborations- und Office-Lösung für große Unternehmen und Organisationen, die Wert auf digitale Selbstbestimmung und höchste Sicherheitsstandards legen" , sagt Ionos-CEO Achim Weiß (öffnet im neuen Fenster) auf dem Ionos Summit 2025.
Aktuell kann das Produkt im Paket für bis zu 25 Anwender gekauft werden. In den ersten drei Monaten kostet das 3 Euro pro Monat und Anwender. Nach drei Monaten liegt der Preis pro Arbeitsplatz bei 7,60 Euro im Monat. Weitere Abstufungen für fünf Lizenzen und einzelne Lizenzen können ebenfalls gekauft werden. Dort liegen die Preise nach drei Monaten dann bei 8 Euro pro Monat und Anwender beim Fünferpack und 9 Euro pro Monat beim Einzelpack.
Alle Pakete beinhalten den gleichen Umfang. User bekommen 50 GByte Mailbox-Speicher gestellt und können 1 TByte Cloudspeicher (pro Lizenznehmer) nutzen. Über die Webapplikationen sind zudem Videokonferenzen und Chats möglich. Mittels Kollaborationstools können Unternehmen etwa einen Shared-Terminkalender und eine Kontaktdatenbank verwenden.
Nextcloud Office mit dabei
Ebenfalls interessant: Nextcloud Workspace integriert auch Office-Alternativen, um Textdokumente, Tabellen und Präsentationen zu erstellen. Die Suite soll mit gängigen Microsoft-Office-Formaten kompatibel sein, kann allerdings wie alle Tools in der Suite nur im Browser oder innerhalb einer Mobil-App genutzt werden.
Ionos gibt nicht genau an, welche Office-Suite zum Einsatz kommt. Sehr wahrscheinlich wird das quelloffene Nextcloud Office(öffnet im neuen Fenster) genutzt, welches wiederum eine Integration von Collabora Online ist. Collabora wird vom gleichnamigen Unternehmen als Abwandlung von Libreoffice Online entwickelt. Aus diesem Grund unterstützt Nextcloud Office nicht nur Microsoft-Office-Dateien, sondern etwa auch Formate wie .odp, .rtf, .odt und .ods.
Der in Nextcloud Workspace integrierte KI-Assistant soll laut Ionos ebenfalls datenschutzkonform arbeiten. Das System kann Texte erstellen und Bilder generieren. Auch sollen bereits Übersetzungen damit möglich sein.
All dies wird über Ionos abgesichert. So sind etwa eine 2-Faktor-Authentifizierung, DdoS-Schutz, ein Virenschutz und End-to-End-Verschlüsselung aktiv. Die Daten sollen laut Ionos in Rechenzentren in Deutschland gehostet werden und den Regeln der DSGVO folgen.



