Nextcloud, Opencloud und Owncloud: Souverän mit der lokalen Cloud

Immer mehr Unternehmen und Privatanwender haben Datenschutzbedenken bei der Nutzung öffentlicher Clouddienste. Dabei geht es längst nicht mehr nur um den gering ausgeprägten Datenschutz bei Anbietern, die ihren Hauptsitz in den USA haben, sondern beispielsweise auch um das nicht genehmigte Auswerten von Kundendaten für KI-Trainingszwecke. Wenn Firmen zudem persönliche Daten Dritter in der Cloud speichern und verarbeiten, kann mangelnder Datenschutz wegen der DSGVO-Vorgaben weiteres, erhebliches Konfliktpotenzial bergen.
Viele dieser Probleme lassen sich durch in der EU beheimatete Cloudanbieter lösen. Doch auch diese können ihren Kunden keine vollständige Datensouveränität gewähren – und es können ebenfalls Abhängigkeiten entstehen. Schon der Ausfall des Internetzugangs in einem Unternehmen kann erhebliche Probleme verursachen. Vor allem, wenn nicht nur Datenbestände online gespeichert, sondern im Rahmen des kollaborativen Arbeitens auch Softwareanwendungen wie Office-Suiten als Dienst in der Cloud gehostet sind, können Ausfälle schnell einen existenzbedrohenden Umfang für Unternehmen annehmen. Daher werden vor allem in kleineren Unternehmen und bei Freiberuflern, aber auch bei ambitionierten Privatanwendern mit einem kleinen Heimnetz lokale Cloudinstanzen immer beliebter. Zu den bekanntesten Anbietern gehören Owncloud, Nextcloud und Opencloud. Was sie können und nicht können.