Abo
  • Services:

Next Thing Co.: Macher des 9-Dollar-Minirechners C.H.I.P. sind insolvent

Auf Kickstarter konnte Next Thing Co. mehr als 2 Millionen US-Dollar mit seinem preiswerten Bastelrechner C.H.I.P. sammeln. Ab 9 US-Dollar konnten Kunden einen vollwertigen Rechner erhalten. Trotz des interessanten Produkts inklusive Handheld-Gehäuse ist für den Hersteller aber Schluss.

Artikel veröffentlicht am ,
C.H.I.P. ist ein sehr kleiner Rechner.
C.H.I.P. ist ein sehr kleiner Rechner. (Bild: Next Thing Co.)

Der Hersteller des Linux-Bastelrechners C.H.I.P. muss schließen. Darauf deuten zumindest viele Hinweise in Forendiskussionen des Unternehmens Next Thing Co. hin. Demnach sei das Firmenbüro geräumt und zur Neuvermietung ausgeschrieben. Außerdem gibt es entsprechende Insolvenzdokumente. C.H.I.P. ist insofern besonders, als er auf einer sehr klein gehaltenen Platine Platz findet - nur 60 x 40 mm misst sie.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Meckenheim, Wilhelmshaven, Frankfurt
  2. BWI GmbH, Bonn, Strausberg oder Wilhelmshaven

Auf dem Mainboard ist ein Allwinner-A13-Einkernprozessor mit 1 GHz Taktrate und Mali400-Grafikkarte aufgelötet. Der Rechner verfügt zudem über 512 MByte Arbeitsspeicher und 4 GByte Flash als Massenspeicher. Trotz der geringen Größe sind ein USB-A-Port und ein Micro-USB-Port an der Seite zu finden. Zwei 40-Pin-GPIO-Schnittstellen quetscht der Hersteller noch auf die Platine. Ein Nachteil ist allerdings, dass ein Bildschirm nur per Adapterplatine angeschlossen werden kann. Alternativ können Nutzer den Minirechner über WLAN fernsteuern. Bluetooth ist ebenfalls integriert.

  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
  • C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)
C.H.I.P. (Bild: Next Thing Co.)

Für 9 US-Dollar ein vollwertiger Minirechner

Für dieses kleine Gesamtpaket verlangt Next Thing Co. in seiner Kickstarter-Kampagne lediglich 9 US-Dollar. Dort werden auch diverse Zubehörteile angeboten. Der Pocket C.H.I.P. ist etwa ein Gehäuse mit Bildschirm und Tastatur, das stark an einen Game Boy erinnert. Im Bundle kosten Platine und Gehäuse 49 US-Dollar. Andere Kombinationen sind etwa der Computer und ein HDMI-Adapter für 24 US-Dollar oder ein Set mit Akku für 19 US-Dollar. Zusammengenommen konnte der Hersteller mehr als 2 Millionen US-Dollar durch 39.560 Unterstützer einnehmen.

Viele Unternehmen konnten mit weitaus weniger Kapital überleben. Es ist nicht ganz klar, ob Fehlentscheidungen und Misskalkulationen für die Insolvenz verantwortlich sind. Fakt ist, dass Next Thing Co. nicht das erste Unternehmen ist, das Erwartungen der Backer nicht erfüllen kann - und sicherlich auch lange nicht das letzte. Das Ende für den C.H.I.P. ist damit aber nicht festgelegt. Es können sich mit Sicherheit einige Käufer für das Produkt finden, die es dann weitervertreiben. Ein alternatives Produkt wäre beispielsweise der Raspberry Pi Zero W, der allerdings etwa 25 Euro kostet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 32 GB 6,98€, 128 GB 23,58€)
  2. 99,99€ (versandkostenfrei)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

H4ndy 05. Apr 2018

Die Menge war auf die Marktmenge bezogen, sprich jeder offizielle Reseller hatte...

ciVicBenedict 04. Apr 2018

Da dachte ich, ich warte bis solche Sachen bei Kickstarter durch und alles ausgeliefert...

der-don 04. Apr 2018

Haben sie auch. Ich hab einen "normalen" CHIP (nur die Platine) und einen PocketCHIP...

MatteBucht 04. Apr 2018

Ich habe seinerzeit Pocket CHIP und später dann auch Voder (formals Dashbot) bei...


Folgen Sie uns
       


Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test

Der NUC8 alias Crimson Canyon ist der erste Mini-PC mit einem 10-nm-Chip von Intel. Dessen Grafikeinheit ist aber deaktiviert, weshalb Intel noch eine Radeon RX 540 verlötet. Leider steckt im System eine Festplatte, weshalb der NUC8 sehr träge reagiert und vergleichsweise laut wird.

Intel NUC8 (Crimson Canyon) - Test Video aufrufen
Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
  3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Zotac Geforce GTX 1660 Ti im Test Gute 1440p-Karte für unter 300 Euro
  3. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  2. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet
  3. Studie Passwortmanager hinterlassen Passwörter im Arbeitsspeicher

    •  /