Next-Gen-Konsolen: AMD steigert Umsatz um mehr als ein Drittel
Über ein Drittel ist der Umsatz von AMD im vierten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen(öffnet im neuen Fenster) – statt 1,155 Milliarden setzte der Hersteller 1,589 Milliarden US-Dollar um. Wie schon im dritten Quartal 2013 ist das Plus auf die SoCs der Next-Gen-Konsolen von Microsoft und Sony zurückzuführen. Der Nettogewinn von 89 Millionen US-Dollar ist für AMD erfreulich, das Unternehmen machte allerdings 7 Millionen US-Dollar Verlust im Prozessorgeschäft.
Die Semi Custom Unit entwickelt sich immer mehr zum Umsatzgaranten für AMD: Diese Abteilung ist für die SoCs in der Playstation 4 und der Xbox One verantwortlich, der Umsatz sowie die Gewinne werden wie die der Grafikkartenabteilung unter den "Graphics and Visual Solutions" verbucht. Die GVS konnten einen Gewinn von 121 Millionen US-Dollar erwirtschaften, im Vorjahresquartal waren es nur 22 Millionen US-Dollar. Neben den Konsolen spielen hier auch die Firepro-Module des Mac Pro und die im Herbst veröffentlichte Volcanic-Island-Modelle eine Rolle, weswegen die GVS auch weiterhin gute Ergebnisse erzielen dürften.
Die Prozessorsparte, die reine CPUs sowie APUs für Notebooks und Desktops umfasst, bleibt unrentabel: Der Umsatz betrug im vierten Quartal 2013 nur noch 722 Millionen US-Dollar. Ein Quartal zuvor waren es noch 790 Millionen US-Dollar, im vierten Quartal 2012 gar 829 Millionen US-Dollar. Kaveri wurde erst im Dezember in geringen Stückzahlen ausgeliefert, für Notebooks erscheint die APU erst im Herbst 2014. Neue FX-Modelle plant AMD offenbar nicht , die aktuellen CPUs verkaufen sich nur mäßig.
Für das erste Quartal 2014 erwartet AMD einen Umsatzrückgang von 13 bis 19 Prozent, zudem muss der Hersteller noch eine Abschlagszahlung von 200 Millionen US-Dollar an den Auftragsfertiger Globalfoundries leisten . Die Aktie fiel daher nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse von 3,20 Euro auf unter 2,70 Euro.
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