Xbox Series X/S: Verfügbarkeit und Fazit

Die Xbox Series X ist primär für den Hochkant-Betrieb ausgelegt, weil die Wärme dann am besten entweichen kann. Wer mag, kann die Kiste aber auch hinlegen. Bei der S ist es genau umgekehrt gedacht - zumindest legt das die Ausrichtung des Logos nahe. Der auffällige schwarze Gitterkreis ist offenbar als Hauptlüfter gedacht.

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Die Hardware produziert recht viel Wärme, die aber in allen Modi gut abgeleitet wird. Uns ist nie eine auch nur ansatzweise bedenkliche Hitzeentwicklung aufgefallen.

Was Sound und Multimedia angeht: Beide Series-Konsolen unterstützen Surround-Sound nach dem Standard Dolby Atmos. Die Xbox Series X kann 4K-Blu-rays abspielen, die X hat kein Laufwerk verbaut. Spielinhalte gibt es also nur über Xbox Live, Filme nur per Streaming. Dolby Vision soll erst später kommen.

Die Xbox Series X kostet rund 500 Euro, die leistungsschwächere und laufwerklose Xbox Series S rund 300 Euro. Beide kommen am 10. November 2020 offiziell auf den Markt. Soweit das momentan absehbar ist, dürfte die X durch Vorbesteller ausverkauft sein. Für die S meldet der Handel derzeit eine uneingeschränkte Verfügbarkeit.

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Die neuen Konsolen von Microsoft wirken eher wie eine schnellere Version der aktuellen Konsolen - und weniger wie ein Generationenschritt.

Komfortfunktionen wie Quick Resume, vor allem aber die kürzeren Ladezeiten der Xbox Series X und S sind zwar willkommene Verbesserungen; aber sonst ist die allgemeine Anmutung eher die einer Xbox One X auf Speed.

Viele Käufer neuer Series-Hardware dürften sich nach ein paar Stunden verwundert die Augen reiben und sich fragen, warum alles fast so aussieht wie vorher und warum sie dafür so viel Geld ausgegeben haben.

Uns fehlen neue Ideen und Funktionen. Das Dashboard wirkt im Vergleich zu dem, was Sony mit der Playstation 5 angekündigt hat, angestaubt. Vor allem aber fehlen der Xbox Series X und S ein paar möglichst gute Vorzeigespiele.

Xbox Series XXbox Series S
Größe301 × 151 × 151 Millimeter275 × 63 × 151 Millimeter
Gewicht4,45 Kilogramm2 Kilogramm
Anschlüsse1x HDMI 2.1 / 3x USB 3.1 Gen 1 / Wlan 5 802.11ac / Ethernet (802.3 10/100/1000)1x HDMI 2.1 / 3x USB 3.1 Gen 1 / Wlan 5 802.11ac / Ethernet (802.3 10/100/1000)
Medienformate (Herstellerangaben)Dolby Digital 5.1 / DTS 5.1 / Dolby TrueHD mit Atmos / L-PCM bis 7.1Dolby Digital 5.1 / DTS 5.1 / Dolby TrueHD mit Atmos / L-PCM bis 7.1
Medien-Appsu. a. Amazon Prime Video, Apple TV, Dazn, Disney+, Netflix, Sky Ticket, Spotify, Twitch, Youtubeu. a. Amazon Prime Video, Apple TV, Dazn, Disney+, Netflix, Sky Ticket, Spotify, Twitch, Youtube
Leistungsaufnahme im Spiel (Messung Golem.de)rund 175 Wattrund 82 Watt
Leistungsaufnahme im Menü (Messung Golem.de)rund 41 Wattrund 29 Watt
Leistungsaufnahme Stand-by Energiesparmodus (Messung Golem.de)rund 0,3 Wattrund 0,3 Watt
Basisdaten Xbox Series X und Xbox Series S

Dass kein Halo zur Verfügung steht, hinterlässt eine riesige Lücke. Die kann ein Versus-Modus in dem über ein Jahr alten Gears 5 auch mit 120 Hz nicht füllen, genauso wenig wie die anderen überarbeiteten Games. Zumal man viele Verbesserungen bei Auflösung und Bildrate nur auf neuen, großen und entsprechend teuren Bildschirmen sieht.

Das ist ein Jammer, denn Hardware und Betriebssystem sind beeindruckend solide und ausgereift. Selbst beim Abziehen und Umstöpseln der Kabel mitten in Spielen sowie beim Wechsel von Bildrate, Auflösung und anderen Einstellungen gab es nie auch nur einen Hauch von Problemen. Offenbar werden die komplexen HDMI-Standards punktgenau eingehalten. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.

Auch die allgemeine Verarbeitung der Hardware mit dem wunderbar leisen und gleichmäßig laufenden Lüfter sowie dem sehr guten Controller gefällt uns. Wir warten also nicht schon jetzt sehnsüchtig auf die Slim-Version - auch weil die S im Grunde eh schon eine ist.

Überhaupt ist die S für uns der eigentliche Star. Insbesondere zusammen mit einem Xbox Game Pass: Für alle, die jetzt zu überschaubaren Kosten eine in Sachen Leistungsaufnahme sparsame und trotzdem zeitgemäß schnelle Hardware mit hochwertigen Spielen wollen, ist die S momentan eine sehr gute Wahl.

Die Xbox Series X hingegen lässt uns etwas ratlos dastehen. Klar: Wer immer aktuelle Blockbuster von vielen Anbietern in bestmöglicher Fassung spielen möchte, greift zum teuren Spitzenmodell. Dann sollte man aber auch das Geld für einen möglichst großen HDMI-2.1-Monitor haben - und hoffen, dass es bald mehr neue Games gibt, die das momentan brachliegende Leistungspotenzial ausnutzen.

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 Systemseller schmerzlich vermisst
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TodesBrote 20. Nov 2020

Inwiefern?

Keyla 14. Nov 2020

Richtig. Das wird sich jetzt aber ändern, da die Entwickler das ja auch nun auf den...

floxiii 14. Nov 2020

In Japan gilt das nur noch für Nintendo, diesen Markt hat Sony verloren.

Clown 08. Nov 2020

PS5? Edit: Und... Die in der XBox verbaute SSD liegt laut Artikel bei 2,4GB/s. Sogar die...



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