Systemseller schmerzlich vermisst

Es hat übrigens einen Grund, warum wir so viel über Gears 5, Red Dead Redemption 2 und andere etwas ältere Games schreiben: Beim Testen der Hardware hatten wir schlicht kein speziell an die Hardware angepasstes Exklusivspiel zur Verfügung.

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Eigentlich war Halo Infinite die Rolle des Vorzeigetitels zugedacht, allerdings hat sich die Veröffentlichung wegen technischer Probleme auf (vermutlich) 2021 verschoben. Statt mit dem Master Chief über den Ringplaneten zu jagen, haben wir einen Teil der Funktionen eben mit älteren Titeln ausprobiert.

So etwas wie inoffizielle Vorzeigespiele sind noch am ehesten Dirt 5, was den 120-fps-Modus angeht, sowie das Ende Oktober 2020 veröffentlichte Watch Dogs Legion, was Raytracing betrifft. Watch Dogs Legion konnten wir auf den beiden neuen Konsolen noch nicht ausprobieren, fast sicher sieht das Spiel so aus wie die Version für Windows-PC.

Die noch nicht final für Xbox Series X und S optimierte Fassung von Dirt 5 hat schon einen interessanten Eindruck davon hinterlassen, wie 4K in 120 fps auf den neuen Konsolen läuft. Das Rennspiel von Codemasters kann auf beiden Xbox Series im High-End-Modus betrieben werden.

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Die Bildrate wird dabei offensichtlich stabil gehalten. Dafür wird die native Auflösung runtergeregelt und dann wieder auf 4K hochskaliert, falls das Geschehen auf den Rennstrecken zu viel für die CPU und vor allem für die GPU wird. In der X-Version bleibt das Bild klar, aber auf der S ist der Effekt deutlich zu erkennen - das Bild wird schwammig.

Im Video können wir das leider nicht zeigen, weil das Capturen von Gameplay mit mehr als 60 Hz derzeit grundsätzlich nicht möglich ist. Ein paar Screenshots in der Galerie vermitteln aber einen Eindruck.

Codemasters hat uns gebeten, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass unsere Version noch nicht das finale Produkt repräsentiert. Und: Wer das schwammige Bild vermeiden möchte, kann Dirt 5 auf der S beispielsweise in 1440p spielen. Das schafft die Konsole problemlos und die etwas niedrigere Auflösung sieht man im Normalfall nur auf extrem großen Bildschirmen.

  • Auf der Rückseite ist unter anderem der Schacht für die Speicherkarte zu finden. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Die Verwaltung der externen Speicher ist sehr übersichtlich gestaltet. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Xbox Series S benötigt relativ wenig Energie. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Diese praktische Übersicht zeigt im Detail, welche Standards unser Gesamtsystem beherrscht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Auswahl der Auflösung geschieht über dieses Menü. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der Xbox One sieht fast so aus wie das der X/S - nur die Farben sind anders. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Bildrate wird separat von der Auflösung eingestellt. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Hier ist der grüne Kunststoff zu erkennen. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Rätselfrage: Ist das ein Menü der Xbox One - oder der Series X/S? (Auflösung: X/S) (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Verwaltung der Spiele wirkt sehr übersichtlich. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Installation können wir einen Teil der Angaben mit einem gekoppelten Smartphone oder Tablet (iOS und Android, Xbox-App) vornehmen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der Xbox Series X in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der Xbox Series S in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der X in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der S in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
Dirt 5 auf der Xbox Series X in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)

Das Dashboard - also die Benutzeroberfläche - der Xbox Series X und S ist bis ins kleinste Details identisch mit dem der Xbox One, neue Funktionen gibt es nicht. Es ist zwar angenehm, keine Zeit für die Umgewöhnung zu benötigen. Wir finden es aber erstaunlich, dass Microsoft die zusätzlichen Leistungsreserven nicht auch für ein paar spannende neue Funktionen verwendet.

Ähnlich ist die Sache mit dem Gamepad: Das unterscheidet sich nur in Details vom Vorgänger. Es ist minimal schlanker und das D-Pad besteht wie beim Elite Controller aus einem Kreis mit sehr gut dosierbaren Druckpunkten statt aus einem echten Kreuz. Ähnlich wie beim älteren Xbox-Gamepad gibt es keinen fest verbauten Akku.

Stattdessen liefert Microsoft zwei AA-Batterien mit und verkauft als rund 30 Euro teures Extrazubehör einen speziellen Akku. Der wird aufgeladen, indem man das Eingabegerät an die Konsole oder einen Adapter anschließt, was nun per USB-C statt per Micro-USB geschieht. Akku und Batterien halten gefühlt ewig, Microsoft gibt 30 Stunden an, was sich mit unserem Eindruck deckt. Die Rumble-Funktionen wurden nicht geändert.

Die Leistungsaufnahme der Xbox Series X beträgt rund 41 Watt, solange nur das Menü angezeigt wird. Beim Spielen erreicht das Gerät rund 175 Watt, im Stand-by sind es 0,4 Watt. Die S ist sparsamer: Im Menü kommt sie auf 29 Watt, beim Spielen auf rund 82 Watt - das ist ein erstaunlich guter Wert.

Beide Konsolen bleiben unter Last extrem leise, zudem ist das kaum hörbare Lüftergeräusch sehr gleichmäßig. So etwas wie eine "hochdrehende" Series-Xbox haben wir bisher nicht erlebt. Die Verarbeitung ist sehr gut, beide stehen sehr fest auf dem Untergrund.

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TodesBrote 20. Nov 2020

Inwiefern?

Keyla 14. Nov 2020

Richtig. Das wird sich jetzt aber ändern, da die Entwickler das ja auch nun auf den...

floxiii 14. Nov 2020

In Japan gilt das nur noch für Nintendo, diesen Markt hat Sony verloren.

Clown 08. Nov 2020

PS5? Edit: Und... Die in der XBox verbaute SSD liegt laut Artikel bei 2,4GB/s. Sogar die...

highfive 06. Nov 2020

Wo ist denn bitte die One X Leistungsfähiger? Die Series S ist nicht für 4K ausgelegt...


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