Quick Resume und weniger Kontrolle auf Xbox Series X/S

Seltsamerweise gibt es Ausreißer: Forza Horizon 4 lädt auf der Xbox Series S in rund 15 Sekunden vom Startmenü ins eigentliche Spiel. Die X hat in sämtlichen Versuchen und mit allen ausprobierten Grafikeinstellungen rund 25 Prozent länger benötigt. Möglicherweise werden auf der S im Hintergrund andere (kleinere) Texturen in den Arbeitsspeicher übertragen, ohne dass dies erkennbar ist. Vielleicht liegt auch schlicht ein Bug vor, der noch behoben wird.

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Übrigens: Es hat beim Laden keinen spürbaren Unterschied gemacht, ob wir die Konsolen auf 4K-Auflösungen oder 1080p gestellt hatten. Letzteres müsste theoretisch zwar dafür sorgen, dass etwa generell kleinere Texturen und weniger detailreiche Assets zum Einsatz kommen; in der Praxis war davon jedoch nichts zu bemerken.

Neben den schnelleren Ladezeiten gibt es eine weitere Neuerung, die Warten verhindert. Microsoft nennt sie Quick Resume, also schnelle Wiederaufnahme. Gemeint ist, dass neben einem aktiven Game drei weitere Spiele im Hintergrund geparkt werden. Auf den neuen Xbox-Konsolen funktioniert das prima, allerdings gibt's beim Wechsel kurze Wartezeiten von ein paar Sekunden. Damit kann man aber ganz gut leben.

Ehrlicherweise müssen wir inzwischen allerdings gestehen: Wir waren von Quick Resume zuerst begeistert, später hat es uns fast ein bisschen gestört. Das lag daran, dass wir bei vielen installierten Games nicht mehr wussten, ob wir beim Start nur kurz oder eben doch etwas länger warten müssen.

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Klingt doof, aber uns kam dieser kleine Planungs- und Kontrollverlust minimal negativ vor. Die Anwendungen lassen sich zwar wie bisher manuell schließen, aber dazu muss man alle Games kurz mal mit der Optionentaste prüfen, was umständlich und zeitraubend ist.

  • Auf der Rückseite ist unter anderem der Schacht für die Speicherkarte zu finden. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Die Verwaltung der externen Speicher ist sehr übersichtlich gestaltet. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Xbox Series S benötigt relativ wenig Energie. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Diese praktische Übersicht zeigt im Detail, welche Standards unser Gesamtsystem beherrscht. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Auswahl der Auflösung geschieht über dieses Menü. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der Xbox One sieht fast so aus wie das der X/S - nur die Farben sind anders. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Bildrate wird separat von der Auflösung eingestellt. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Hier ist der grüne Kunststoff zu erkennen. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)
  • Rätselfrage: Ist das ein Menü der Xbox One - oder der Series X/S? (Auflösung: X/S) (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Verwaltung der Spiele wirkt sehr übersichtlich. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Installation können wir einen Teil der Angaben mit einem gekoppelten Smartphone oder Tablet (iOS und Android, Xbox-App) vornehmen. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der Xbox Series X in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der Xbox Series S in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der X in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
  • Dirt 5 auf der S in 4K/120 Hz (Bild: Codemasters/Screenshot: Golem.de)
Auf der Rückseite ist unter anderem der Schacht für die Speicherkarte zu finden. (Foto: Golem.de/Peter Steinlechner)

Wir wünschen uns eine Funktion, mit der wir mit einem Knopfdruck alle offenen Spiele schließen können. Uns ist übrigens nicht aufgefallen, dass Quick Resume das System in irgendeiner Form ausbremst, etwa weil Anwendungen im Hintergrund ebenfalls Systemressourcen beanspruchen würden.

Bei der Xbox Series X verbaut Microsoft eine SSD mit einer Kapazität von 1 TByte, bei der S sind es 512 GByte. Rund 148 GByte davon sind für das Betriebssystem und Systemdateien reserviert, so dass auf der Xbox Series S gerade mal 364 GByte für Spiele bleiben - im Test konnten wir mehrfach keine weiteren Games installieren.

Xbox Series XXbox Series SXbox One
Gears 512 Sekunden13 Sekunden50 Sekunden
Red Dead Redemption 229 Sekunden31 Sekunden1:35 Minuten
Forza Horizon 421 Sekunden15 Sekunden53 Sekunden
Minecraft Dungeons10 Sekunden13 Sekunden29 Sekunden
Gears Tactics12 Sekunden14 Sekunden55 Sekunden
Konsolenstart (Stand-by)4 Sekunden4 Sekunden4 Sekunden
Konsolenstart (Vollständig ausschalten)21 Sekunden21 Sekunden1:01 Minuten
Vergleich Ladezeiten Xbox Series X/S und Xbox One

Dafür gibt es zwei Lösungen: eine ist die rund 240 Euro teure, proprietäre Speicherkarte (PCI Express 4.0) von Seagate, die 1 TByte zusätzlichen Speicher bietet. Die 21 Gramm schwere und sehr stabil verarbeitete Karte wird in einen Schacht an der Konsolenrückseite gesteckt und funktioniert dann wie der interne Datenspeicher.

Dieser wird nicht am Stück erweitert, stattdessen steht die Karte als zweiter Massenspeicher zur Verfügung - es bleibt also ein doppelter Rest an nicht genutztem Platz.

Zweite Option: Per USB 3.0 können wir externe Festplatten und USB-Sticks anschließen. Direkt von denen lassen sich allerdings nur Games für die Xbox One oder frühere Generationen verwenden. Neuere Spiele für die beiden Series-Konsolen können wir zwar sichern, aber zum Verwenden müssen wir sie auf neuen Speicher transferieren.

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 Next-Gen im Test: Xbox Series X/S zwischen überzeugend und unterfordertKabel sind plötzlich wichtig 
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TodesBrote 20. Nov 2020

Inwiefern?

Keyla 14. Nov 2020

Richtig. Das wird sich jetzt aber ändern, da die Entwickler das ja auch nun auf den...

floxiii 14. Nov 2020

In Japan gilt das nur noch für Nintendo, diesen Markt hat Sony verloren.

Clown 08. Nov 2020

PS5? Edit: Und... Die in der XBox verbaute SSD liegt laut Artikel bei 2,4GB/s. Sogar die...



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