Next Browser angeschaut: Android-Browser mit Gestensteuerung
Mit dem Next Browser gibt es einen neuen Browser für Android-Geräte. Der Next Browser bietet neben den mittlerweile üblichen Funktionen auch einige Besonderheiten und lässt sich mit Fingergesten bedienen. Der Browser stammt von den Machern des beliebten alternativen Android-Launchers Go Launcher.
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Wie auch viele andere Browser zeigt die Basisseite des Next Browsers Schnellstarteinträge, Lesezeichen und auch ein Suchfeld. Über das Feld kann direkt bei Google, Wikipedia, Yahoo und Bing gesucht werden – auch mit Sprachunterstützung. Der Browser unterstützt maximal acht Schnellwahleinträge, eine Ordnerfunktion fehlt.
Ein Fingerwisch nach links zeigt den Browserverlauf, wobei oben in der Liste die sechs am häufigsten aufgerufenen Webseiten prominent aufgelistet sind. Diese Topsites lassen sich löschen und umsortieren. Ein Fingerwisch nach rechts öffnet Next View, eine Art minimalen RSS-Reader. Next View zeigt die Schlagzeilen vorgegebener Newsquellen – bisher gibt es keine deutschsprachigen Quellen zur Auswahl.
Dieses Bedienkonzept des Browsers erinnert stark an die neue Android-Version des Opera-Browsers , bei der ebenfalls mit einem Fingerwisch zum Verlauf und zu einem Basis-RSS-Reader gewechselt wird. Bei Opera heißt der Next-View-Bereich Discover. Opera-Nutzer können in Discover zwischen etlichen Ländern wählen und erhalten dann die Schlagzeilen aus dem jeweiligen Land.
Auch das Browsermenü des Next Browsers erinnert sehr stark an das Design des Menüs in Operas Android-Browser. So kann der Verlauf, die Schnellwahlseite und der Next-View-Bereich ebenfalls über das Menü aufgerufen werden, wobei die drei Bereiche sehr ähnlich im Menü angeordnet sind.
Tab-Übersicht mit Gestenbedienung
Die Tab-Übersicht des Next Browsers kann wie bei anderen Browsern mittels Button oder mit Wischgeste aufgerufen werden: Wischt der Nutzer vom linken Gehäuserand in das Display, erscheint die Tab-Übersicht. In dieser lassen sich einzelne Tabs schließen, indem diese nach oben oder unten aus dem Display geschoben werden, hier wird also das Kartenbedienkonzept von WebOS aufgegriffen.
Bis zum zehnten Tab zeigt die Übersicht kleine Striche unterhalb der Browser-Tabs, um bequem gezielt ein bestimmtes Tab zu aktivieren. Ab dem zehnten Tab wird daraus ein Schieberegler, mit dem der Nutzer zwar nicht mehr ganz so bequem ein Tab anspringen kann, dafür aber deutlich schneller in der Tabliste scrollen kann. Die Funktion privater Tabs kennt der Next Browser nicht, was für einen modernen Browser ungewöhnlich ist.
Der Next Browser kann mittels Erweiterungen um neue Funktionen ergänzt werden. Zum Lieferumfang gehören Erweiterungen für den Zugriff auf Pocket und Evernote. Die installierten Erweiterungen erscheinen, wenn der Eintrag im Browsermenü angetippt wird oder indem vom rechten Rand in das Display gewischt wird.
Von Haus aus erlaubt es der Browser, die Lesezeichen zu synchronisieren, um diese etwa zwischen einem Smartphone und einem Tablet auszutauschen. Zur Synchronisierung wird ein Google-Konto verwendet. Der Browser hat eine Kennwortverwaltung, um sich bequem auf Webseiten anzumelden.
Der Next Browser(öffnet im neuen Fenster) steht kostenlos im Play Store für Smartphones und Tablets zum Herunterladen bereit. Der Browser setzt Android in der Version 2.2 alias Froyo voraus, läuft also auf der Mehrzahl der verwendeten Android-Geräte.
Fazit
Der Next Browser reagierte beim ersten Ausprobieren schnell und zuverlässig. Die Gestenbedienung erleichtert den Umgang mit dem Browser und das gesamte Bedienkonzept macht einen durchdachten Eindruck. Die pfiffige Tab-Übersicht mit Gestenbedienung gefiel uns. Die auf acht Einträge begrenzte Schnellwahlseite wirkt nicht mehr zeitgemäß, hier wäre eine Ordnerverwaltung wünschenswert. Und bei der Funktion Next View wäre es hilfreicher, wenn auch deutschsprachige Quellen bereitstehen würden.
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