Nexon: Asiatischer Konzern will Electronic Arts kaufen

Nexon, ein südkoreanischer Spielehersteller, will Electronic Arts kaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf die südkoreanische Zeitung Maeil Business(öffnet im neuen Fenster) . Nexon mit Hauptsitz in Tokio, soll mit dem zweitgrößten US-Gameshersteller Gespräche führen, will Maeil Business von nicht namentlich genannten Branchenvertretern erfahren haben.
Nexon und Electronic Arts haben einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.
Nexon gehört in Asien neben Firmen wie NC Soft zu den Marktführern im Bereich der interaktiven Onlineunterhaltung. Die Firma hat auch Niederlassungen in den USA und Europa.
Nexon-Finanzchef Owen Mahoney hatte in einem Interview im April 2012(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass das Unternehmen die Übernahme von Spieleentwicklern für Mobile Games verhandeln würde. Im vergangenen Jahr gelang Nexon ein Börsengang mit einem Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn soll laut Angaben vom Februar 2012 um 30 Prozent auf 33,5 Milliarden Yen (314 Millionen Euro) steigen. Das 1994 in Südkorea gegründete Unternehmen will beim Umsatz um 17 Prozent auf 102 Milliarden Yen (956 Millionen Euro) wachsen. Für Nexon arbeiten 3.400 Menschen.
Nexon gewinne Kunden durch die Abwanderung der Spieler von speziellen Geräten oder Konsolen zu PCs, Tablets und Mobiltelefonen, sagte Mahoney. "Die Branche bewegt sich in unsere Richtung."
Nexon erhöhte im Februar 2012 seine Anteile an dem südkoreanischen Spielehersteller JC Entertainment auf 22 Prozent und erwarb 20 Prozent an Moyasoft mit Hauptsitz in Seoul.
EAs Finanzjahr endete im März. Der Konzern erwartet einen Jahresumsatz von 4,17 Millionen US-Dollar.