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News-Übersicht: Google behält falsche KI-Überschriften in Discover bei

Nach dem Test ist vor der Einführung: Google macht die oft falschen KI -generierten Überschriften für News-Artikel zum Feature.
/ Tobias Költzsch
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Google ist mit der Kundenzufriedenheit bei den KI-Zusammenfassungen zufrieden. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)
Google ist mit der Kundenzufriedenheit bei den KI-Zusammenfassungen zufrieden. Bild: Sean Gallup/Getty Images

Google hat seit Mitte 2025 KI-generierte Überschriften für Nachrichtenartikel in Google Discover getestet. Discover ist eine Nachrichtenübersicht, die sich an die Interessen der Nutzer anpasst und über den Startbildschirm von Android, aber auch über die Google-App erreichbar ist.

Während die Interessen der Nutzer in der Regel gut getroffen werden, klappt das beim Wahrheitsgehalt der KI-Überschriften nicht immer, wie unter anderem 9to5Google(öffnet im neuen Fenster) und The Verge(öffnet im neuen Fenster) zeigen. Beide Nachrichtenseiten haben das Problem, dass ihre Beiträge durch die KI-Überschriften immer wieder falsch betitelt werden.

Das geht mitunter so weit, dass die in Discover angezeigte Überschrift etwas komplett anderes behauptet als im Artikel steht. Das dürfte bei den Lesern nicht gut ankommen, die in solchen Fällen zu Recht Clickbait vermuten, obwohl die Medienhäuser nichts dafür können.

Überschrift muss nichts mit Originalbeitrag zu tun haben

Google selbst betont, dass es sich bei der Überschrift nicht um eine Umformulierung der ursprünglichen Headline handelt. "Die Überschrift der Übersicht spiegelt Informationen aus einer Reihe von Websites wider" , erklärt Google vage. Das Unternehmen geht jedoch nicht darauf ein, dass die neuen Überschriften den originalen mitunter komplett widersprechen.

"Die Funktion sorgt für eine hohe Benutzerzufriedenheit, und wir experimentieren weiterhin mit der Benutzeroberfläche, um den Nutzern das Erkunden von Inhalten im Internet zu erleichtern" , erklärt Google weiter. Dass die irreführenden Überschriften den Verfassern der Originalartikel Probleme bereiten, scheint Google nicht als Problem zu sehen.

9to5Google und The Verge zufolge haben sich die KI-Überschriften in den vergangenen Monaten qualitativ zumindest verbessert. Zu Beginn des Tests bestanden sie oft aus maximal vier Wörtern, die mitunter keinen wirklichen Zusammenhang darstellten oder einen abgehackten Satz ergaben.


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